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Saniert werden muss die Turnhalle am Josef-Boos-Platz in Penzberg.

Penzberg

Ganz eilig: Stadtrat beantragt Geld für Turnhalle und Hallenbad

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Schnell reagiert hat der Penzberger Stadtrat. Er stimmte in seiner jüngsten Sondersitzung zu, Geld aus einem neuen Fördertopf des Bundes zu beantragen.

Penzberg – Die Stadt erhofft sich daraus einen Beitragfür die Turnhallen-Sanierung am Josef-Boos-Platz und für das geplante Hallenbad. Etwas Glück war dabei: Eigentlich hat der Stadtrat im August seine Sitzungspause. Da aber ein außerplanmäßiges Treffen wegen des Seniorenzentrums anberaumt war, nutzte der Stadtrat die Gelegenheit, den Förderantrag auf den Weg zu bringen.

Die Dringlichkeit beschrieb Stadtkämmerer Hans Blank. Im Rathaus sei am 3. August ein Schreiben des Bayerischen Gemeindetags eingegangen, in dem dieser auf ein neues Bundesprogramm hinwies. Die Fristen seien aber „sehr kurz getaktet“, so Blank. Bereits am 24. August müsse eine vorläufige Bewerbung erfolgt und bis 4. September die vollständige Bewerbung samt allen Unterlagen eingegangen sein. Die nächste reguläre Sitzung des Stadtrats wäre aber erst Ende September gewesen – zu spät für den Antrag. Blank kann sich durchaus vorstellen, dass die Fristen bewusst so kurz bemessen wurden. Der Topf enthält nur bis zu 200 Millionen Euro. In der Sommerpause haben weniger Kommunen als sonst die Möglichkeit, Anträge einzureichen.

Das Förderprogramm namens „Projektaufruf 2018“ zielt laut Blank auf die „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend, Kultur“. Auf die geplante Sanierung der Turnhalle am Josef-Boos-Platz würde dies passen. Wie berichtet, hatten Stadt und Landkreis erst vor kurzem den Weg für die weiteren Planungen frei gemacht, indem sie die Eigentumsverhältnisse regelten.

Geld aus dem Sanierungsfördertopf hat der Penzberger Stadtrat aber ebenso für den geplanten Neubau des Sport- und Familienbads beantragt. In Ausnahmefällen, erklärte Blank in der Sitzung, seien auch Ersatzneubauten förderfähig. „Dies gilt dann, wenn der Neubau im Vergleich zur Sanierung die wirtschaftlichere Variante ist“, so der Kämmerer. „Dies ist zu belegen.“

Laut Blank gewährt das Förderprogramm einen Zuschuss von 45 Prozent der Kosten für Sanierung und – in Ausnahmefällen – für Neubauten. Ob tatsächlich Geld nach Penzberg fließt, ist aber alles andere als sicher. Welche Kommunen profitieren, wählt das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung aus. Auf Nachfrage aus dem Stadtrat erklärte Blank, dass der Förderantrag mögliche Zahlungen aus anderen Töpfen nicht gefährdet. So hat für die Turnhalle am Josef-Boos-Platz bereits die Regierung von Oberbayern eine Förderung signalisiert. 

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