30 Meter hoch

Ein Windrad an der Ammer

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Weilheim - Die Stadtwerke Weilheim wollen ein 30 Meter hohes Windrad beim Klärwerk errichten. Der Bauausschuss hat schon zugestimmt.

Premiere in Weilheim: Die Stadtwerke wollen auf dem Gelände des Klärwerks an der Ammer eine Windkraftanlage errichten. Insgesamt gut 30 Meter hoch wird das Windrad (24 Meter Nabenhöhe plus 6,5 Meter Rotorradius). Der Bauausschuss des Stadtrates hat bereits zugestimmt – dabei gab es neben viel Lob aber auch Kritik.

CSU-Vertreter Klaus Gast stimmte – als Einziger – gegen das Windrad: „Wir haben in Weilheim wenige Gebäude, die 30 Meter hoch sind – außer Kirchtürme“, argumentierte der Stadtrat, der auch Kreisheimatpfleger ist, in der Dezembersitzung des Bauausschusses. Und fügte an: „Energie für sechs bis acht Einfamilienhäuser lässt sich auch anders gewinnen.“ Diese Größenordnung des Ertrags nannte Stadtwerke-Chef Peter Müller. Der gewonnene Strom soll ins Netz der Kläranlage eingespeist werden.

„Auch wenn man über die Rentabilität streiten kann“, wie Stefan Zirngibl (CSU) meinte: Außer Gast waren alle Ausschuss-Mitglieder für die Windkraftanlage, die laut Müller über 200 Meter vom nächsten Wohnhaus entfernt sein wird. „Der Standort ist ideal, Wohnbebauung nicht beeinträchtigt“, sagte Rupert Pentenrieder (BfW): „Wenn wir schon keine großen Windräder auf Weilheimer Flur errichten dürfen, sollten wir wenigstens diesem zustimmen.“

Von einem „begrüßenswerten Engagement“ der Stadtwerke sprach BfW-Fraktionschef Dr. Claus Reindl. „Wir sollten ein Zeichen setzen“, befand auch Grünen-Sprecher Alfred Honisch. Er verwies darauf, dass am Ostufer des Starnberger Sees „vier große Windräder stehen, 150 Meter hoch“.

Dagegen wird das Weilheimer Windrad fast eine Mini-Ausgabe: Die Nabe überrage nicht den 26 Meter hohen Faulturm des Klärwerks, so Stadtwerke-Chef Müller gegenüber der Heimatzeitung, das Windrad sei „nicht raumbedeutend“. 50 000 Euro koste die Anlage, dazu kämen 25 000 Euro für Planung, Naturschutz-Gutachten, Fundamente. Müller hofft, dass im Mai 2016 gebaut werden kann.

Ob das nördlich gelegene Biotop von den Plänen berührt sei, wollte SPD-Stadträtin Petra Arneth-Mangano wissen. Das, so die Antwort des Stadtbauamtes, werde die Untere Naturschutzbehörde im weiteren Verfahren prüfen.

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