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Der Standort für den geplanten Laden ist klar. Wie aber der Bereich bei der alten Molkerei in Obersöchering künftig aussehen wird, soll durch einen „kleinen Architektenwettbewerb“ geklärt werden. 

Dorfentwicklungsprojekt in Obersöchering

Startschuss für den Lebensmittelladen

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Obersöchering - Der Gemeinderat hat sich für den Umbau des alten Molkerei-Geländes zu einem „kleinen Architektenwettbewerb“ entschieden. Die Pläne sollen bis Jahresende stehen.

Es wird das größte Dorfentwicklungsprojekt in Obersöchering in nächster Zeit: der Bau eines Lebensmittelladens durch die Kommune. Am 5. Juli beschloss der Gemeinderat einstimmig, das Vorhaben auf dem Gelände der alten Molkerei umzusetzen, nun entschied sich das Gremium ebenso einmütig für einen „kleinen Architektenwettbewerb“, wie es Bürgermeister Reinald Huber nennt.

Drei Büros hatten sich laut Huber bei der Gemeinde gemeldet, um den Auftrag zu ergattern: Hans Hagleitner aus Waakirchen, Georg Hawran von „Holzbau Vorholz Hawran“ aus Geretsried-Gelting und Alexander Pfletscher von „PSA Architekten“ aus München. Letzterer zeichnete bereits verantwortlich für die Söcheringer Sporthalle und den Kindergarten. Sie alle bekommen nun klare Vorgaben von der Gemeinde für das künftige Ladengebäude. Die Verkaufsfläche im Erdgeschoss soll 250 bis 300 Quadratmeter betragen. Darin will der Rathauschef auch den Verkauf der neben dem Rathaus angesiedelten Metzgerei sowie ein kleines Café unterbringen. Im Untergeschoss sind Sozialräume sowie Keller- und Technikräume vorgesehen. Im ersten Stock schweben Huber Mietwohnungen samt Aufzug vor. „Eventuell altersgerecht“, wie er sagt – denn der Bürgermeister möchte unbedingt einen entsprechenden Wohnbau-Fördertopf des Freistaats anzapfen. Außerdem möchte Huber durch die Wohnungen Geld für das Geschäftsprojekt reinbringen: „Sie sollen den Laden mittragen.“

Huber macht deutlich, dass das Verkaufsangebot nicht umfassend werden soll: „Es wird kein Vollversorger.“ So ist kein Getränkemarkt vorgesehen, auch kein Blumenladen, beides gebe es schließlich bereits im Dorf. „Wir machen unseren eigenen Betrieben keine Konkurrenz“, betont der Rathauschef. Deshalb kann die bereits existierende Metzgerei den Verkaufsraum nutzen, ihre Verarbeitung und Schlachtung verbleiben im gemeindeeigenen Rathausgebäude.

Gebäude im „bayerischen Dorfstil“

Ob das alte Molkereigebäude, das Areal hat die Gemeinde kürzlich erworben, abgerissen oder genutzt wird, ist unklar. Bei der Optik eines Neubaus hat Huber eine klare Vorstellung: Das Gebäude müsste dann im „bayerischen Dorfstil“ errichtet werden.

Der Zeitplan „ist sportlich“, wie der Bürgermeister einräumt. Im September werden die Architekten zu Einzelpräsentationen ihrer Vorentwürfe vor den Gemeinderat geladen. Ende des Monats möchte Huber im Gremium eine Entscheidung treffen. Bis Dezember sollen die Planungen stehen und in die Ausschreibung gehen. Gebaut würde im kommenden Jahr. Huber rechnet damit, dass im Herbst/Winter 2017 der neue Laden öffnen könnte.

Wie die Betriebsstruktur aussehen könnte, ist ebenfalls unklar. Einen Lieferanten gibt es noch nicht, die Gemeinde hat aber bereits erste Gespräche mit „Edeka“ geführt. Das Allgäuer Familienunternehmen „Feneberg“ hat laut Huber aus geografischen Gründen kein Interesse. Auch eine Kostenschätzung für den Bau gibt es noch nicht, der Bürgermeister geht aber von um die 1,2 Millionen Euro für die Kommune aus.

Das Geld sieht Huber jedoch gut angelegt. Schließlich gibt es in Obersöchering nach dem Wegfall des kleinen Kramerladens Ende 2015 nur noch ein Geschäft, dass von einer älteren Frau betrieben wird – dem 1600-Einwohner-Ort droht eine Versorgungslücke. „Wir machen es für unser Dorf“, warb der Bürgermeister im Gemeinderat.

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