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Ein Schild warnt vor den Straßenschäden an der Kreisstraße zwischen Fendt und Paterzell.

Ausbau zwischen Paterzell und Peißenberg ein „Schildbürgerstreich“?

Die Straße zwischen Paterzell und Peißenberg soll heuer saniert werden. Und noch immer stehen nicht alle Grundstücke zur Verfügung.

Weilheim/Paterzell – „Ja, die Straße muss dringend saniert werden, aber das ist nicht so einfach, wie es aussieht.“ Nicht nur Landrätin Andrea Jochner-Weiß sehnt den Ausbau der Kreisstraße bei Paterzell herbei. Doch auch bei der jüngsten Sitzung des Kreistages hatte sie keine guten Nachrichten: Es hakt nach wie vor am Grunderwerb.

Für Kreisrat Stefan Barnsteiner (Peißenberg, CSU) ist der Ausbau ein „Schildbürgerstreich“. Die WM 29 sei im Bereich „Paterzell“ tatsächlich in einem miserablen Zustand, noch schlechter allerdings sei das Stück von der Gemeindegrenze Wessobrunn nach Peißenberg bis zur Bahnunterführung. Und für den Ausbau dieses Teils gibt es noch immer keinen festen Fahrplan.

Einen Fahrplan indes gibt es für den ersten Bauabschnitt, nämlich heuer mit dem Bau zu beginnen. Allerdings sind noch immer nicht alle Grundstücke im Besitz des Landkreises. Barnsteiner, Landwirt im Ruhestand, der selbst an besagter Straße wohnt, wunderte sich, dass von der Landkreisverwaltung noch niemand auf ihn zugekommen sei wegen der ins Stocken geratenen Grundstücksverhandlungen. Er habe sich vor längerer Zeit angeboten, als Vermittler zu fungieren, da er den betreffenden Grundstückseigentümer gut kenne. Auf das Angebot werde man gerne zurückkommen, entgegnete die Landrätin und erhielt Unterstützung von Peißenbergs Bürgermeisterin Manuela Vanni (Unabhängige/ÖDP).

Kämmerer droht mit Enteignung

Kämmerer Norbert Merk ging bei der Sitzung in Weilheim auf die Schwierigkeiten beim Grunderwerb ein. Bislang sei es dem Landkreis immer im Einvernehmen mit den Grundstücksbesitzern gelungen, erforderlichen Grund zu erwerben. Jetzt drohe erstmals in der Geschichte des Landkreises eine Enteignung.

Wie berichtet soll die Straße ab Paterzell (nach dem Eibenwald) auf einer Länge von rund 2,7 Kilometern bis zur Gemeindegrenze ausgebaut werden. Unebenheiten und Risse sollen dabei beseitigt sowie der Fahrbahnaufbau verbessert werden. Das wird laut Schätzung rund 1,8 Millionen Euro kosten, ein Drittel davon erwartet sich der Landkreis als Zuschuss vom Freistaat.

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