Hans Streicher (von rechts) und Jutta Geldsetzer haben erkannt, dass die Neujahrsempfänge heuer im Zeichen der Wahlen stehen.
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Hans Streicher (von rechts) und Jutta Geldsetzer haben erkannt, dass die Neujahrsempfänge heuer im Zeichen der Wahlen stehen.

SPD-Neujahrsempfang

Streicher will Visionär sein

Peißenberg - Neujahrsempfänge sind heuer Wahlwerbung. Das tat auch der Bürgermeisterkandidat der SPD Peißenberg für sich und seine Mitareiter. Hans Streicher stellte aber auch Ideen vor.

Auch der SPD-Ortsvorsitzenden Jutta Geldsetzer ist bewusst: „Dass die Wahlen ihren Schatten vorauswerfen, kann keiner verhehlen.“ Und damit keiner die Kandidaten der Genossen übersehen konnte, trugen einige von ihnen rote Schals. Streicher war jedoch ohne, als er die wichtigsten Projekte der Marktgemeinde und seine Ideen vortrug, die er als Rathauschef umsetzen will.

Keiner der vier Kandidaten für das Bürgermeisteramt könne angesichts der angespannten Haushaltslage große Sprünge machen, so der Mittelschullehrer. Trotzdem müsse man sich mit Zukunftsfragen auseinandersetzen: „Ein guter Bürgermeister muss Visionär sein, auch über eine Amtsperiode hinaus“, sagte Streicher. Ein entscheidender Schritt sei mit dem Wechsel in den „Städteumbau West“ getan worden. Mit Geld aus diesem Förderprogramm soll die Ortsdurchfahrt umgestaltet werden. „Es wäre doch schön, wenn aus dieser grauen Ortsdurchfahrt eine Ortsfahrt wird, bei der es viel zu erleben und zu sehen gibt“, meinte Streicher. Dies solle in enger Abstimmung mit der Bevölkerung geschehen und sei „eine Aufgabe für die nächsten Jahre“.

Das Bad wird trotz des Defizits bei einem roten Bürgermeister weiter bestehen. „Mit mir als Bürgermeister und einer starken SPD-Fraktion wird am Fortbestand der ,Rigi-Rutsch’n’ nicht gerüttelt“, so der 61-Jährige. Peißenberg brauche neue Gewerbegebiete, die an der Umgehung liegen müssten, so wie das geplante im Osten. Doch seien die Grundstücksverhandlungen „durch das Vorpreschen der Frau Bürgermeisterin“ erschwert worden, so Streicher an die Adresse von Manuela Vanni, die unter den Besuchern im Foyer der Tiefstollenhalle weilte. Er ging auch auf Vannis Idee eines energieautarken Peißenberg ein: „Das werden wir wohl nicht hinkriegen“, meinte er. Stattdessen sieht er einen Energienutzungsplan und die Einsparung von Energie als Alternative. Der 61-Jährige möchte auch einen Bürgerbus einführen. Zwar sei mit dem Ortsbus ein guter Anfang gemacht worden, aber es gebe immer noch zu wenig Verbindungen. Eine Lösung für einen Radweg zwischen Oberhausen und der Marktgemeinde, wie er seit Jahren gefordert wird, hat Streicher auch parat. Wenn auf Höhe des Ach-Einlaufs über die Ammer eine Brücke gebaut würde, wäre das eine relativ sichere Lösung. Bislang muss über die Straße gefahren werden.

Bürgermeisterin Manuela Vanni war aber nicht die einzige, die von Streicher bedacht wurde. Zum Schluss gab es noch einen Seitenhieb auf seine Konkurrentin Petra Maier. Die Bürgermeisterkandidatin von CSU/Parteilose hatte bei ihrem Empfang gesagt, sie werde keine Versprechungen machen. „Ich verspreche Ihnen schon was“, sagte Streicher. „Ich verspreche Ihnen, dass Sie es nicht bereuen werden.“

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