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Im Saal des Vereinsheims warteten Mitglieder des Heimat- und Trachtenvereins mit diversen Vor- und Aufführungen auf, darunter waren auch Tänze.

Weilheim 

Im „Feyerabendhaus“ dahoam

Vom Theaterstück bis zu den Goaßlschnalzern: Heimat- und Trachtenverein stellte sich  mit großem Programm vor

Weilheim– Mit einem „Tag der offenen Tür“ gab der Heimat- und Trachtenverein Weilheim am Samstag einen Überblick über seine Aktivitäten und die Vielfalt der Angebote des Vereins. Damit wollte er auch um Nachwuchs werben.

Schon von weitem waren am Vormittag die Goaßlschnalzer zu hören. Sie hatten sich wie auch die Trommlergruppe vor dem Vereinsheim „Feyerabendhaus“ in der Oberen Stadt formiert, um ihr Können zu zeigen. Heimatgefühle wecken, das wollte der Verein damit.

„Wir sind gut vernetzt im kulturellen Geschehen der Stadt, mit anderen Vereinen wie der Stadtkapelle und jetzt auch mit dem Trachtenverein Polling“, freute sich Vorsitzender Martin Schwarzenbrunner. Für ihn bedeutet Heimat, dass man sich wohlfühlt, den Witz und die Ironie der Sprache versteht – und dann sagen kann: „Da ist ma dahoam“.

Und dahoam fühlten sich auch die Besucher, die es sich im Vereinsheim bei Kaffee und Kuchen bequem gemacht hatten. Da gab es viel zu lachen bei dem Theaterstück, in dem eine Sau die Hauptrolle spielte. Aber auch die Musik kam nicht zur kurz. Friedl Entenmann und seine Mitspieler boten Volksmusik

Heimatgefühle weckten auch die Krippenbauer, die einen Einblick in ihre Arbeit gaben. Mit den Kursen, die bereits bis 2018 ausgebucht sind, will der Verein das traditionelle Brauchtum hochhalten und etwas für dahoam bauen. Aber auch beim Strümpfestricken und beim Anfertigen der Krönchen konnten die Besucher zuschauen. Unter Anleitung von Christine Rückert war Eva Rohmer damit beschäftigt, die feinen Perlen aufzufädeln. „Ich habe schon einige Krönchen gemacht, sie sind für den Verein. Ich darf sie nicht mehr tragen, denn ich bin verheiratet und Krönchen sind nur was für Ledige“, so die 23-Jährige, die seit Kindertagen dem Heimat- und Trachtenverein angehört.

Vorbeigeschaut beim „Tag der offenen Tür“ hat auch Gisela Gesche aus Weilheim, die in der Zeitung davon gelesen hatte. „Ich liebe das Bayerische. Besonders die Kinder haben mir gut gefallen, wie sie in der hübschen Tracht ihre Liedchen zum Besten gaben“, sagte sie.

Der Heimat- und Trachtenverein hatte wie schon im Jahr 2011 ein großes und vielfältiges Programm auf die Beine gestellt. Und dafür hätte er sich „ein bisserl mehr Besucher“ gewünscht, so Martin Schwarzenbrunner. So viele wie 2011 waren es am Samstag nämlich nicht.

Der Verein zählt derzeit rund 300 Mitglieder und 25 Kinder. Vielfältig sind auch die Bereiche, wie Tracht, Tanz- und Plattlergruppe, Kinder- und Jugendgruppe, Volksmusik und Gesang, Theatergruppe, Goaßlschnalzer, Trommlerzug, Krippenbau und Heimatkunde. Gesucht wird dringend Nachwuchs für die Trommler (ab 14 Jahren), und auch über Kinder, die ab vier Jahren mitmachen können, freut sich der Verein. Das passende Gwand findet sich sicher im großen Vereins-Fundus, hieß es. Inge Beutler

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