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„Tag des Sports“ in Weilheim als „wunderbare Plattform“

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Und mal ordentlich draufhauen! Auch für den Fußballsport wurde auf dem Marienplatz geworben, in diesem Fall durch den TSV Weilheim. © Ruder

Kein Zweifel: Weilheim ist wahrlich eine Sportstadt. Bester Beweis dafür war an diesem Samstag der „Tag des Sports“ auf dem Marienplatz. 18 Vereine und mehrere kommerzielle Anbieter präsentierten den zahlreichen Besuchern ein breites Spektrum an Sportmöglichkeiten.

Weilheim – Wer am Samstag tagsüber durch Weilheims guter Stube schlenderte, der erlebte ein wahres Gewusel. Der Marienplatz hatte sich in eine prächtige Freiluftsportarena verwandelt. Auf der vor dem Stadtmuseum aufgestellten Showbühne gab es viel umjubelte Tanzsportauftritte von „Vaganti“, „Ilumina“ oder der TSV-Rock’n’Roll-Gruppe zu bestaunen, die Kinder konnten unter anderem auf Torwände schießen oder auf Basketballkörbe werfen, die Tischtennisabteilung des SV Unterhausen hatte gleich neben der Mariensäule einen Ballroboter aufgestellt, Sport-Studios präsentierten die neuesten Fitnesstrends und die Kampfsportvereine demonstrierten auf ausgelegten Weichbodenmatten spektakuläre Hebeltechniken.

Auch Randsportarten wie Kyudo, eine traditionell japanische Form des Bogenschießens, war am Marienplatz mit einem Stand präsent. Die Nachwuchsgewinnung der Sparte des TSV Weilheim gestaltet sich generell „zäh“, wie der mehrfache deutsche Meister und Abteilungsleiter, Peter Wankerl, bedauerte. Der „Tag des Sports“ war da eine gute Gelegenheit, für die Disziplin zu werben. „50 Leute waren bestimmt schon an unserem Stand“, erzählte Wankerl zur Mittagszeit stolz. Einen Ansturm an neuen Mitgliedern erwartet er zwar deshalb nicht, „da muss man realistisch sein“, aber der „Tag des Sports“ biete eine „wunderbare Plattform, um sich bekannt zu machen und praktische Sachen vorzuführen“. Und: „Es ist eine Veranstaltung für Alt und Jung“, so Wankerl.

Und hier geht es zur Bilderstrecke. 

Der TSV Weilheim war natürlich ein Hauptakteur des Events. An den Ständen konnten sich die Besucher nicht nur über die jeweiligen Abteilungssportarten, sondern auch über das vielfältige TSV-Kursprogramm („Fit‘n Fun“) informieren. Bei der zweiten Vereinsvorsitzenden, Eva-Maria Schweiger, wurden vor allem die Angebote an Reha- und Gesundheitssport „stark nachgefragt“. Der TSV ist vielschichtig aufgestellt und könnte theoretisch das Spektrum sogar noch erweitern – wenn er denn räumlich nur könnte: „Wir sind da am Limit“, erklärte Schweiger im Hinblick auf die begrenzten Turnhallenkapazitäten. Bei einigen Gruppen gebe es bereits Aufnahmestopps – wie zum Beispiel bei den „Mini-Vaganti“ und den Rhönradturnern: „Die können einfach nicht noch mehr machen“, so Schweiger, die den „Tag des Sports“ kurz und knapp als „genial“ bezeichnete: „Die Veranstaltung hat sich voll etabliert.“

Begeistert von der tollen Resonanz war auch Weilheims dritte Bürgermeisterin, Angelika Flock: „Es ist gigantisch, dass so viele Vereine mitmachen“, schwärmte die Mitorganisatorin. Der Arbeitskreis „Sportförderung“ der CSU Weilheim habe einen „Wahnsinns-Aufwand“ betrieben, um den „Tag des Sports“ zu organisieren. Dank der zahlreichen Sponsoren könne man die Veranstaltung finanziell „mit plusminus Null“ über die Bühne bringen.

Aus Kostengründen hat man heuer übrigens auf einen externen „Profi-Moderator“ verzichtet, doch Martin Wagner vom Organisationsteam war mehr als ein Ersatz: „Der macht das toll und sogar besser als der Fremde“, lobte Flock. Bewährt hat sich beim „Tag des Sports“ auch der Mix aus Vereinssport und kommerziellen Angeboten: „Das war bei der ersten Auflage noch eine Grundsatzfrage. Aber im Nachhinein hat sich das Ganze als richtig erwiesen“, bilanzierte Orga-Teammitglied Marion Lunz-Schmieder.

Die fünfte Auflage der Veranstaltung ist übrigens vom CSU-Arbeitskreis bereits fest ins Visier genommen. Sie soll im bewährten Zweijahres-Rhythmus 2020 stattfinden.

Bernhard Jepsen

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