Video-Assistent: Mega-Panne beim Bundesliga-Auftakt

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Flüsterpost von Sängerin Conny Kreitmeier: Wirt Franz Strobl hielt sich mit seiner Begeisterung für die Arrangements von „The Heimatdamisch“ um Sänger Sebastian Horn und Schlagzeuger Florian Rein nicht zurück und groovte gleich zweimal auf der Bühne mit. 

„the heimatdamisch“ in oberhausen  

Schlager-Verwurstung mit humoriger Distanz

Acht Musiker, kochende Stimmung: Vor wenigen Jahren erst gestartet, haben „The Heimatdamisch“ inzwischen einen großen, bunt gemischten Fankreis – wie der bejubelte Abend auf der „Stroblbühne“ zeigte.

Oberhausen – Der Ableger der „Bananafishbones“ gibt sich als Kitschbombe: Sängerin Conny Kreitmeier hüpfend in Netzstrümpfen und mit einem schrillen Dirndl, Ideengeber Florian Rein hinter einem Schlagzeug mit farbig wechselnder Jahrmarktsbeleuchtung: Ein hochalpines und quietschfideles „Bollywood“ sozusagen, nur dass statt indischer Klangsoße hier Klarinette, Akkordeon und Bläser für Oberkrainer-Sound sorgen.

Kitschmusik und Kraftpop, das mischt sich erstaunlich gut: Da wird mal aus der Tuba gepumpt, als gälte es, den Blasmusik-Techno zu erfinden, dann wieder weben Trompete und Posaune eine schwebende Girlande, die sogar echte Volksmusikfreunde „mitnimmt“. Reins Arrangements sind stets so angelegt, dass sich Überraschungen einbauen lassen: mittenhinein der Schunkel-Song „Rosamunde“, außenrum das „Queen“/Bowie-Cover „Under Pressure“...

Scheinbar unbeeindruckt von der wirbelnden Sängerin Conny Kreitmeier bleibt Sebastian Horn an seinem Biertisch sitzen. Der bei den „Fishbones“ als Frontmann auftretende Tölzer ist hier die „nur“ die zweite Stimme und gibt dazu noch den ewigen Kopfschüttler. Grantlig dreinblickend ist er quasi die Rückversicherung, dass man die alpine Schlager-Verwurstung mit humoriger Distanz sieht.

Bald ist aber fast jeder im Saal pfeilgrad von der gut gelaunten Musik eingefangen, singt hier ein paar Zeilen mit oder klatscht dort im Takt – ganz von selber, ohne Bettelei der Band. Längst angesteckt ist Wirt Franz Strobl, der in jeder Hälfte mal die Bühne erklimmt und mitgroovt. „Und wenn wir wiederkommen, hat der Wirt versprochen, räumt er die Tische raus“, ruft die Band der zunehmend tanzfreudigen Menge zu. Jubelnder Beifall. Andreas Bretting

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