Traumhaus wurde zum Alptraum

Peißenberg - Sie wollten sich den Traum vom Eigenheim erfüllen, doch jetzt haben sie großen Ärger. Vorm Oberlandesgericht musste ein Peißenberger Ehepaar mit der Baufirma einen Vergleich schließen.

Erst plante ihnen die Baufirma ein Haus mit einer Garage, die nicht genehmigungsfähig war, dann machte sie ihnen einen Kostenvoranschlag, in dem keine Garage vorkam. Der Streit ging vor Gericht - und zog sich bis zum Oberlandesgericht (OLG) München durch. Dort ging der Prozess zu Ende - mit schlechtem Ausgang für die Peißenberger.

Geplant war ein Schmuckstück am Hang, in dessen Souterrain eine Garage integriert werden sollte. Allein die Garage sollte 36 500 Euro kosten. Doch beim Bauamt der Marktgemeinde stellte sich heraus, dass die Garage nicht genehmigt werden konnte, weil sie die Abstandsflächen nicht einhielt. Dennoch wollten die Hausbau-Planer aus Mittelfranken nur 24 000 Euro wieder herausrücken, weil sie auf die Planungskosten bestanden. Eine außerordentliche Kündigung lehnten sie ab - nur gegen eine Abstandszahlung in Höhe von 40 000 Euro wollten sie die Häuslebauer aus dem Vertrag entlassen.

Daraufhin ging das Peißenberger Ehepaar, das zwei Kinder hat, mit einem neuen Planer zu Werke. Als die fränkische Baufirma diese neuen Pläne haben wollte und anbot, mit diesen zu bauen, übergab das Paar nach langem Zögern die Entwürfe. Auf dieser Grundlage erstellte die Firma einen Kostenvorschlag, bei dem jedoch die Garage fehlte - es klaffte ein Loch unterm Haus.

Die Einigung sah am Ende so aus: Beide Parteien ließen ihre Forderungen fallen. Die Häuslebauer tragen alle Gerichtskosten. Die bleiben nun wütend und enttäuscht zurück. Der Bauherr: „Das ist ein Schlag ins Gesicht.“ (Lesen Sie mehr in der Printausgabe).

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