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Reparatur geglückt: Felix Bauer konnte im „Müze“ die elektrische Lok von Erich Wastian (l.) richten. 

mütterzentrum weilheim  

Treffpunkt „Reparatur“

Weilheim - Riesen-Andrang und gute Stimmung herrschte beim ersten „Repair-Café“. Manche kamen auch nur zum Zuschauen.

Genauso hatte sich Monika Weichert-Schlecht die Eröffnung des von ihr ins Leben gerufenen „Repair-Café“ in Weilheims Mütter- und Familienzentrum gewünscht: Die Nachfrage nach der Reparatur defekter Gegenstände war riesig am Samstagnachmittag, der Andrang groß.

„Bitte füllen Sie zunächst den Reparaturschein aus“, begrüßte die Initiatorin die einströmenden Besucher. Aus rechtlichen Gründen lässt Weichert-Schlecht diesen Zettel ausfüllen, auf dem man auch der Hausordnung zustimmen muss. Beladen mit kaputten Druckern, CD-Playern, Spielzeug, beschädigten Kleidungsstücken und anderen Dingen kamen die Menschen ins Mütterzentrum.

Spannung kommt auf

„Wir übernehmen hier natürlich keine Garantie. Und was nicht repariert werden kann an diesem Tag, das muss der Besitzer wieder mitnehmen“, so Weichert-Schlecht. Denn Lagerräume für Dinge, die beim nächsten „Repair-Café“-Tag in einem Monat möglicherweise instand gesetzt werden könnten, hat das Mütterzentrum nicht.

Es ist also spannend, ob an diesem Tag der mitgebrachte Gegenstand von den ehrenamtlichen Mitarbeitern tatsächlich wieder in Schwung gebracht werden kann. Einer von ihnen ist Norbert Hoene, Softwareentwickler und Informatiker. Er hat sich auf diesen ersten Tag im „Repair-Café“ gefreut, repariert er doch mit Leidenschaft defekte Geräte wie Drucker und Computer. Voller Eifer begibt sich Hoene an den Tintenstrahldrucker von Susanne Kittel. „Er lässt sich plötzlich nicht mehr einschalten“, sagt sie. Sechs Jahre hat der Drucker schon auf dem Buckel, aber einen Versuch zur Reparatur, das ist es Kittel schon wert. „Wegschmeißen kann man immer noch“, meint sie und schaut interessiert zu, wie Hoene das Gerät fachmännisch öffnet und einzelne Teile herausnimmt.

Das Werkzeug bringen die ehrenamtlichen Mitarbeiter größtenteils selbst mit, einige Grundwerkzeuge sind aber auch vorhanden. Sein eigens mitgebrachtes Werkzeugsortiment kann Felix Bauer an diesem Samstag einsetzen, und er freut sich darüber. „Das hier ist eine richtige Herausforderung“, sagt er und beugt sich über eine Lokomotive. Erich Wastian hat sie mitgebracht, die elektrische Spielzeuglok ist die Sensation an diesem Nachmittag. Vor allem männliche Besucher und Mitarbeiter stehen diskutierend um sie herum und versuchen den Fehler zu finden. Denn die kleine Lok, die Wastian über „ebay“ ersteigerte, kam leider funktionsuntüchtig bei ihm an. „Ich habe zu Hause auch viel Werkzeug, aber hier muss schon fachliche Hilfe her“, sagt der Sammler. „Das schaut gut aus“, meint Bauer nach einiger Zeit, feilt mit winzigem Werkzeug am Innenleben der Lok herum.

Jörg Resch hat kurz nach Eröffnung schon erfolgreich ein Holzspielzeug repariert. „War ganz einfach“, sagt er. Nun traut er sich an die Reparatur eines Fotodruckers. Viele Tipps und Anregungen gibt es ringsum – auch das ist Sinn der Aktion. Man tauscht sich aus, gibt Erfahrungen weiter, lernt. Alois Lenz kam genau deshalb, er hat nichts zum Reparieren dabei, möchte aber zuschauen und Ratschläge bekommen für seine eigenen Reparaturversuche daheim.

Einladung zum Selbernähen

Mitmachen kann man auch bei Renate Frank. Sie ist gelernte Schneiderin und hat ihre Profi-Nähmaschine mitgebracht. „Bei mir kann auch jeder selbst nähen“, sagt sie. Aber das traut sich Elisabeth Csauscher nicht. Sie hat ihre Lieblingsstrickjacke dabei. An den Bündchen ist diese stark ausgeleiert, und das möchte sie behoben haben. Wieselflink richtet Frank verschiedene Garnrollen aus, und in ein paar Minuten ist die Strickjacke wie neu.

„Hier ist ein CD-Player im Angebot“, ruft Weichert-Schlecht ihren Mitarbeitern zu und entschuldigt sich dann. Sie muss Kaffee kochen. Schließlich wird im „Repair-Café“ nicht nur gearbeitet.

Regina Wahl-geiger

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