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Kunst im Treppenhaus: Hospizvereinsvorsitzende Renate Dodell (rechts) und Fotografin Rebecca Baum bei der Einweihung des neuen Eingangsbereichs.

Künstler können im renovierten Treppenhaus ausstellen

Hospiz Polling: Dunkel und trist sind Vergangenheit

Landkreis - Das Hospiz im Pollinger Kloster sorgt mit einem renoviertem Treppenhaus für eine neue, freundliche Atmosphäre – Künstler können dort jetzt auch ausstellen:

Alt, dunkel und trist war bis vor kurzem noch der Aufgang zum Hospiz im Pollinger Kloster. Das ist nun Vergangenheit. Mit großem Aufwand haben das Kloster Polling und der Hospizverein im Pfaffenwinkel das historische Treppenhaus renoviert. Mit einer kleinen Feier, der kirchlichen Segnung durch die Pfarrer Martin Weber und Herbert Kellermann und einer Ausstellung der Murnauer Fotografin Karin Rebecca Baum wurde es nun eingeweiht.

Der Trakt des Klosters, in dem seit 2002 das Hospiz beheimatet ist, wurde 1892 errichtet. Bis 1972 unterhielten die Dominikanerinnen dort eine Mädchenschule. Eine bauliche Veränderung gab es im Treppenhaus, als 1973 die Mädchenrealschule aus Weilheim dorthin ausgelagert wurde: Aus Sicherheitsgründen mussten die alten Eichenstufen abgeschnitten und mit damals üblichem Stragula (mit Teer imprägnierte Pappe) überzogen werden. „Jammerschade“, wie Hospizvereinsvorsitzende Renate Dodell bei der Einweihung des renovierten Aufgangs, der auch Hauptzugang zum Prälatensaal und zum Tassilosaal ist, sagte.

Auf Initiative von Dodell und unter Leitung von Michael Vogel vom gleichnamigen Bauteam aus Huglfing wurde das Treppenhaus zum Hospiz von ortsansässigen Handwerkern denkmalgerecht saniert, wobei das Haupttreppenhaus des Klosters als Vorbild diente. Eine aufwändige Angelegenheit, bei der die alten Eichenstufen freigelegt, wieder verlängert und eingelassen wurden, Wände und Geländer von der alten Farbe befreit und in der ursprünglichen Farbe neu gestrichen wurden und das Treppenhaus von unten bis oben eine neue, moderne Beleuchtung erhielt. Allein hätte das Kloster als Bauherr die Kosten nicht übernehmen können. Doch mit Zuschüssen des Landkreises (5000 Euro), der Diözese Augsburg (45 000 Euro) sowie Förderungen des Landesamtes für Denkmalpflege, des Bezirks und der Bayerischen Landesstiftung konnte das Kloster die Sanierung stemmen.

Mit dieser Renovierung habe man erreichen wollen, dass die Gäste des Hospizes und ihre Angehörigen schon beim Betreten des Hauses einen ersten positiven Eindruck haben, erklärte Hospizvereinsvorsitzende Dodell bei der Einweihung. „Die Menschen, die ins Hospiz kommen, sollen schon beim Ankommen durch Helligkeit, eine freundliche und positive Atmosphäre und eine schöne Gestaltung ihre Ängste und Bedenken verlieren und unsere Zuwendung empfinden können.“

Platz für Künstler aus der Region

Im neu gestalteten Treppenhaus will der Hospizverein als Mieter künftig Künstlern aus der Region Gelegenheit geben, ihre Bilder zu zeigen. Den Auftakt macht Karin Rebecca Baum aus Murnau, deren Fotoausstellung bei der Einweihung eröffnet wurde. „MenschenWeltWeit“ ist die Präsentation überschrieben – zu sehen sind eindrucksvolle Aufnahmen und Porträts, die auf Reisen nach Peru, Indonesien, Indien, Marokko und Kuba entstanden sind.  

mb

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