+
Eine Rettungsgasse kann Leben retten.

Unterstützung der Rettungskräfte

Rettungsgassen schaffen: Helfen Sie den Rettern bei der Arbeit

Für Polizei und Rettungskräfte ist es ein tägliches Ärgernis. Ihnen wird die Anfahrt zu einem Unfallort immer wieder unnötig erschwert.

„Vielen Autofahrern ist offensichtlich nicht bewusst, dass sie bei einem Stau eine Rettungsgasse für Polizei, Feuerwehr oder Notarzt bilden müssen“, schildert Philip Puls von TÜV SÜD in München seine Erfahrungen. Bei einer Umfrage kannte nur gut die Hälfte der Befragten die genaue Regelung.

„Schon bei stockendem Verkehr muss eine Rettungsgasse gebildet werden“, frischt der TÜV SÜD-Fachmann grundsätzliches Wissen auf. Daher ist es wichtig, ausreichend Abstand zum Vordermann zu halten. Wenn die Fahrzeuge bereits dicht auf dicht stehen, ist es meist nicht mehr möglich, den Einsatzfahrzeugen nach links und rechts auszuweichen.

Gesetzliche Verpflichtung, eine Rettungsgasse zu bilden

Paragraf (§) 11 der Straßenverkehrsordnung (StVO) bestimmt zum Thema „Besondere Verkehrslagen“: „Stockt der Verkehr auf Autobahnen und Außer­orts­straßen mit mindestens zwei Fahrstreifen für eine Richtung, müssen Fahrzeuge für die Durchfahrt von Polizei- und Hilfs­fahr­zeugen in der Mitte der Richtungs­fahrbahn, bei Fahrbahnen mit drei Fahrstreifen und mehr für eine Richtung zwischen dem linken und dem angrenzenden Fahrstreifen, eine freie Gasse bilden“, erläutert Puls, was zu tun ist, wenn etwas passiert ist.

Der Standstreifen ist als Passage zu einem Unfallort ungeeignet. Dieser Weg ist nicht auf allen Autobahnen durchgehend ausgebaut oder breit genug. Zudem könnten dort Pannenfahrzeuge das Vorwärtskommen blockieren. Wie lange muss die Gasse offengehalten werden? „Da auf die Polizei noch Notarzt, Feuerwehr oder Abschleppdienst folgen können, darf man erst dann auf seine Fahrspur zurück, wenn sich der Stau auflöst“, sagt der TÜV SÜD-Fachmann und warnt vor einer weiteren und gefährlichen Unart bei Stausituationen: „Immer wieder versuchen manche Autofahrer auf oftmals abenteuerliche Weise die Autobahn zu verlassen. Dabei gefährden sie sich und andere Verkehrsteilnehmer.“

Der Standstreifen darf nur nach Freigabe durch die Polizei als zusätzliche Fahrspur genutzt werden, beziehungsweise wird die Nutzung durch das entsprechende Verkehrszeichen (223.1) erlaubt. „Wer auf dem Seitenstreifen rechts an stehenden Fahrzeugen vorbeifährt, um so abzukürzen, riskiert Unfälle“, gibt Puls zu bedenken. Der Bußgeldkatalog sieht für einen derartigen Verstoß eine Geldbuße von 75 Euro sowie einen Punkt im Fahreignungsregister – besser bekannt als Verkehrssünderkartei – vor. Laut der Straßenverkehrsordnung (StVO) ist das Verlassen der Autobahn im Übrigen auch nur an gekennzeichneten Autobahnausfahrten erlaubt.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Als der Stadtrat Eheprobleme behandelte
Liest man im „Weilheimer Tagblatt“ die Berichte über die heutigen Stadtratssitzungen, dann ist das, was dort behandelt wird, doch relativ harmlos. Anders sah es anno …
Als der Stadtrat Eheprobleme behandelte
Glück-auf-Chor hört auf ihr Kommando
Glück-auf-Chor hört auf ihr Kommando
Zwei Solarparks für Penzberg
Die Penzberger Stadtwerke wollen nahe der Staatsstraße nach Bichl zwei Solarparks errichten. Die zwei Photovoltaik-Felder sollen beidseits der Strecke entstehen.
Zwei Solarparks für Penzberg
„Eishackler“ verlieren in der Verlängerung
Sie zeigten eine vor allem kämpferisch starke Leistung, am Ende aber mussten sich die „Eishackler“ in Landsberg nach Verlängerung geschlagen geben.
„Eishackler“ verlieren in der Verlängerung

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

der Inhalt dieses Artikels entstand in Zusammenarbeit mit unserem Partner. Da eine faire Betreuung der Kommentare nicht sichergestellt werden kann, ist der Text nicht kommentierbar.