Bitte sehr: Alexander Peren (Mitte) und Max Kapfer (r.) übergeben Peter Holzmann die Listen. foto: baar

804 Unterschriften für Bahnhofs-Erhalt

Penzberg - Penzbergs Denkmalverein gab im Rathaus einen Ordner ab. Inhalt: 804 Unterschriften für den Erhalt des Bahnhofs.

Den Großteil der Unterschriften hatte der Denkmalverein Ende Januar an zwei Tagen gesammelt. Forderung: Der Bahnhof, er gehört der Stadt, soll unter Denkmalschutz gestellt werden - um so bei einer Überplanung des Areals einen Abriss zu verhindern.

Mit der Anzahl an Unterstützern „haben wir gute Karten“, war Kapfer optimistisch, dass der Verein sein Ziel erreichen kann. Bindendes hat die Aktion allerdings nicht, räumte Peren ein: „Das ist nur ein Meinungsbild.“ Doch die Tatsache, dass die Unterschriften „innerhalb weniger Stunden“ gesammelt wurden, ist für die Bahnhofs-Fans ein gutes Zeichen. Deshalb gehen Peren und Kapfer optimistisch in den Ortstermin mit dem Landesamt für Denkmalpflege. Ende März will sich ein Behördenvertreter die Situation am Bahnhof und an der Philippstraße anschauen. An letzterer möchten die Denkmalfreunde gleich den Abschnitt beidseitig vom Bahnhof bis zur Abzweigung Zweigstraße unter den noch schärferen Ensembleschutz stellen.

Beim Bahnhof wähnt der Verein die Bürgermeistern mit im Boot. Elke Zehetner hatte das Gebäude als „Eingangstor in die Stadt“ bezeichnet - und es dem Verein als Schenkung angeboten. Begeistert war dieser jedoch nicht. Peren: „Allein ist das nicht zu schultern.“ Vorstellen kann er sich einen Förderverein, „bei dem die Stadt federführend sein soll“.

Zehetner bezeichnete die Zahl der Unterschriften als „bemerkenswertes Zeichen“. Aber: Für den Bahnhof gebe es „aktuell keinen Handlungsbedarf“ - vor allem nicht aus Kostengründen. Ein Förderverein jedoch „wäre ideal“.

Andreas Baar

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