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Dank der Landrätin: Andrea Jochner-Weiß verteilte die Ehrenamtskarten, hier an Vertreter des Trachtenvereins Markt Peißenberg.

Feier in Oberhausen

Die 3000. Ehrenamtskarte ging an Hermann Reich

3000 Ehrenamtskarten hat der Landkreis seit dem Jahr 2014 verteilt. Jetzt wurde in Oberhausen wieder eine Übergabe gefeiert – verbunden mit großem Lob für die freiwilligen Helfer.

Landkreis– Sie leisten ihren Beitrag für die Gesellschaft. Unentgeltlich und engagiert. Egal, ob bei der Feuerwehr, beim Rettungsdienst und der Wasserwacht, im Sportverein, in der Kultur oder im Asyl-Helferkreis. Für die vielen freiwilligen Helfer gab es jetzt wieder die – mit Vergünstigungen verbundenen – Bayerischen Ehrenamtskarten vom Landkreis. Bei der Verteilung im Oberhausener „Stroblwirt“ wurde das 3000. Exemplar seit der landkreisweiten Einführung 2014 verteilt. Die Karte geht nach Altenstadt.

Hermann Reich war mehr als überrascht, als er von Landrätin Andrea Jochner-Weiß zur Bühne gebeten wurde. Der 54-jährige Altenstadter engagiere sich viel in seinem Heimatdorf, hörte er von der Kreischefin. Dafür gab es jetzt die Jubiläums-Karte. Reich hat schon im Alter von neun Jahren mit seinem Engagement angefangen, damals als Ministrant. Es folgen diverse Aktivitäten. Der Altenstadter ist seit drei Jahrzehnten Mesner und seit 21 Jahren Vorsitzender der örtliche KAB-Gruppe. Er engagiert sich zudem im Abendgebetskreis, im Arbeitskreis „Energie“, im Elternbeirat der Schongauer Realschule und ist bei der Fahrradwerkstatt des Asylhelferkreises aktiv. 

Hermann Reich als Altenstadt hat sie: die 3000. Ehrenamtskarte im Landkreis.

„Vorbild waren meine Eltern“, sagt der 54-Jährige auf die Frage nach dem Grund seines Engagements. Ein Einsatz für andere Menschen, der für ihn genauso selbstverständlich wie notwendig ist. „Das Ehrenamt ist einfach wichtig, weil unsere Gesellschaft nur so lebensfähig ist.“ Der Altenstadter macht über seine vielen Aktivitäten kein großes Aufhebens. „Die Gemeinschaft ist halt das Wichtigste für mich.“ Reich begründet es auch mit seiner christlichen Überzeugung. „Es geht vielen Menschen schlechter als uns“, sagt er. Das Engagement des Familienvaters hat sich auf die Söhne übertragen: Alle drei sind bei der Feuerwehr aktiv.

Vorbildfunktion der Ehrenamtlichen

Überhaupt wurde an diesem Abend in Oberhausen eine Lanze für das Ehrenamt gebrochen. Für die Landrätin ist die Art und Weise wie sich Menschen auf vielfältige Art und Weise für das Allgemeinwohl einsetzen, etwas sehr Löbliches – und nachahmenswert. „Sie schaffen gemeinsam etwas, dass für den Zusammenhalt unserer freiheitlichen Gesellschaft wichtig ist“, betonte Jochner-Weiß. „Sie knüpfen ein Band des Vertrauens.“ Die Ehrenamtlichen hätten darüber hinaus eine Vorbildfunktion, weil sie durch ihre Hilfe „Menschen Mut machen“, Selbstvertrauen geben und Kräfte wecken würden, sich für ihre Mitmenschen einzusetzen.

Ins gleiche Horn stieß Oberhausens Bürgermeister Thomas Feistl. Ohne die unentgeltliche Arbeit „wäre unsere Gesellschaft ein ganzes Stück ärmer“, würdigte er das Engagement der Anwesenden. 150 Karten gingen diesmal laut Elisabeth Mattes vom Landratsamt heraus, rund 100 davon wurden nun persönlich in Empfang genommen. Bei aller Wertschätzung: Landrätin Jochner-Weiß mahnte mehr Respekt vor den Leistungen ein. Vieles werde als selbstverständlich hingenommen. „Das Ehrenamt wird oftmals zu wenig gewürdigt.“ Deshalb führte der Landkreis vor fünf Jahren die bayernweite Anerkennung ein. 36 Akzeptanzpartner verzeichnet die Kreisbehörde. Mit dem Raistinger Radom und dem Weilheimer Hallenbad sowie der Schwabbrucker Veranstaltungstechnik „Sealight“ kamen jetzt neue dazu.

Andreas Baar

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