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„Verweilplatz“ an der Ammer in Weilheim geplant

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Stellten das „Verweilplatz“-Konzept vor: (v.l.) Andrea Roppelt, Angelika Flock. Wolfgang Hug und Bernhard Müller. Rr
Stellten das „Verweilplatz“-Konzept vor: (v.l.) Andrea Roppelt, Angelika Flock. Wolfgang Hug und Bernhard Müller. © Ruder

Nachdem die Arbeiten am Ostufer der Ammer unterhalb der Brücke abgeschlossen sind, wird das Wasserwirtschaftsamt an der Westseite einen „Verweilplatz“ bauen. Laut Bernhard Müller, der als Abteilungsleiter für die Ammer zuständig ist, soll im Herbst Baubeginn sein.

Weilheim – Der „Verweilplatz“ soll laut Müller entweder auf Höhe der Stadthalle oder etwas unterhalb davon gebaut werden. Geplant sind acht Stufen aus Naturstein unterhalb des Wegs, die bis ans Wasser hinunter reichen. Über diese Stufen soll ein Zugang zur Ammer mit ihren Kiesbänken geschaffen werden. Zudem können die Stufen, die oben 30 Meter und unten 20 Meter breit sind, als Sitzgelegenheiten genutzt werden.

Für Menschen mit Behinderungen plant das Wasserwirtschaftsamt einen barrierefreien Zugang zum Wasser in Form eines stufenfreien Wegs. Es wird allerdings kein Badeplatz, da die Ammer nicht als Badegewässer empfohlen wird. Laut Müller sind auch keine weiteren Einrichtungen, wie etwa ein Grillplatz, vorgesehen.

Angelika Flock: Der neue Platz soll „kein Remmi-Demmi-Platz" werden

Stadtbaumeisterin Andrea Roppelt sieht in der Anlage eine Steigerung der Lebensqualität in der Stadt. Bisher hätten die meisten Weilheimer nur an der Ammer gelebt, aber wenig von ihrem Fluss gehabt. Stellvertretende Bürgermeisterin Angelika Flock legt Wert darauf, dass der Platz „kein Remmi-Demmi-Platz“ wird. Er soll lediglich Weilheimer Bürgern und Besuchern eine Möglichkeit bieten, Zugang zur Ammer zu haben und die Natur zu genießen. Die Stadt übernehme dafür die Pflege der Anlage. Im Wesentlichen fallen die Müllbeseitigung und die Reinigung von Schwemmsand nach einem Hochwasser an.

Wolfgang Hug, der Leiter des Büros der Natur- und Artenschutzorganisation WWF in Weilheim, sieht in dem Verweilplatz ein Modellprojekt für die Erlebbarmachung des Naturraums an der Ammer, der eine große Bedeutung als Naherholungsgebiet hat. Naherholung und Naturschutz würden sich nicht ausschließen. Die Fertigstellung des 125 000 Euro teuren Bauwerks, das mit Steuergeldern aus dem Staatsetat finanziert wird, ist für Frühling 2021 geplant, so dass der Platz in der Sommersaison nutzbar ist. Müller gibt aber zu bedenken, dass die Arbeiten stark von der Wasserführung der Ammer abhängig sind.

Termin: Am Donnerstag, 27. August, sind die Weilheimer Bürger eingeladen, mit Vertretern der beteiligten Organisationen über das Projekt zu diskutieren. Treffpunkt ist um 17 Uhr vor der Stadthalle. Es besteht Masken- und Abstandspflicht.

Alfred Schubert

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