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Verwirrspiel um Weilheimer Bahnhof

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Weilheim - Es war von Abriss, Neubau und Verkauf die Rede. Nun will die Bahn das Gebäude doch behalten und modernisieren.

 Es war die Überraschung in der Stadtratssitzung am 6. November: Der Weilhmer Bahnhof stehe zum Verkauf, verkündete Herbert Kölbl vom Regionalbereich Süd von „Station&Service“ der Bahn AG einem verwunderten Weilheimer Bürgermeister Markus Loth und nicht weniger erstaunten Stadträten. Der Bahnhof sei zwar noch nicht ausgeschrieben, „man kann ihn aber erwerben“, sagte Kölbl damals.

Daraufhin erkundigte sich das Stadtbauamt bei der Bahn danach, ob der Weilheimer Bahnhof tatsächlich erworben werden könnte, und erhielt eine Antwort, deren erster Teil klar ist, deren zweiter Teil aber wieder für Verwirrung sorgt.

„Um Missverständnissen vorzubeugen und zur Klarstellung wird darauf hingwiesen, dass das Empfangsgebäude derzeit von uns betrieben und im Bestand optimiert wird und es nicht zum Verkauf steht. Sollte Interesse zum Beispiel seitens eines Investors oder der Stadt Weilheim bestehen, das Gebäude übernehmen zu wollen, kann grundsätzlich darüber gesprochen werden.“

Diese Antwort gab Manfred Stork vom Weilheimer Bauamt in der Bauauschussitzung bekannt und erntete eine verdutzte Frage: „Können wir den Bahnhof jetzt kaufen oder nicht?“, fragte Stefan Zirngibl (CSU). „Zunächst nicht“, sagte Stork. Die Bahn wolle das Gebäude optimieren, und dann werde man weitersehen. „Der Bahnhof wird nicht angeboten“, stellte Loth (BfW) klar.

Das bedeute ja wohl, dass die Bahn sich nicht nur um den barrierefreien Ausbau kümmern werde, sondern auch im Bahnhofsgebäude etwas mache, wovon bislang noch keine Rede war, warf Alfred Honisch (Grüne) ein. „Ursprünglich sollte das Gebäude abgerissen werden, jetzt hat die Bahn gesagt, dass es auf jeden Fall saniert werden soll“, bestätigte Loth. Das Thema werde die Stadt also noch eine Weile beschäftigen.

Auf Nachfrage dieser Zeitung bei der Bahn bestätigt das Unternehmen, dass es derzeit keine Pläne gibt, das Empfangsgebäude in Weilheim zu verkaufen. Ziel der Deutschen Bahn sei, „das Gebäude in den nächsten Jahren im Bestand zu modernisierenm – soweit das wirtschaftlich vertretbar ist.“ Als erstes solle der Bereich der Buchhandlung optimiert werden. Pläne für einen Neubau des Gebäudes gebe es keine. Wenn sich ein Käufer für das Gebäude interessiere, werde die Bahn das Angebot prüfen.

Kathrin Hauser

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