Ein Tacho im Auto zeigt die Geschwindigkeit an
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Oberhausen möchte etwas gegen den Verkehrslärm unternehmen. (Symbolbild)

Klagen der Anwohner waren Anlass für Debatte

Viele Ideen gegen Verkehr

Über mögliche Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung in Oberhausen diskutierte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Anlass für die lebhafte Debatte waren Klagen von Anwohnern der Dorfstraße, die sich über den zunehmenden Verkehr und die damit verbundenen Gefahren für Fußgänger und Radfahrer beschwert hatten.

Oberhausen – „Weil unsere Dorfstraße die Kreisstraße WM 15 ist, sind wir als Gemeinde nicht dafür zuständig“, sagte Bürgermeister Thomas Feistl, „sämtliche Rechte und Pflichten liegen beim Landkreis Weilheim-Schongau.“ Was der tun könnte, war bei einem Ortstermin diskutiert worden, an dem die Beschwerdeführer und Ratsmitglieder teilgenommen hatten sowie Vertreter von Polizei, Staatlichem Bauamt und der Verkehrsbehörde des Landkreises. Diese waren mehrheitlich der Ansicht, dass die Anhöhe zwischen der Dorfstraße 40 und 48 keine allzu große Gefahr darstelle, weil die Autos dort gezwungen seien, langsam zu fahren. Aus einem ganzen Bündel von Ideen einigten sich die Ratsmitglieder einstimmig auf folgende Vorschläge:

  • Auf Höhe des Kinderhauses ist beim Landkreis eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h über die Maximallänge von 300 Metern zu beantragen.
  • Vor weiteren Entscheidungen zur Umsetzung ist der Aufwand zur Erhöhung der Gehsteige und Bordsteine zu ermitteln.
  • Beim Staatlichen Bauamt sind die durchschnittlichen jährlichen Gesamtkosten für Straßenunterhalt, Straßensanierungsmaßnahmen und Brückenunterhalt/Brückenbau je Kilometer Kreisstraße im Landkreis zu ermitteln. Des Weiteren ist zu erfragen, welche Maßnahmen an der WM 15 geplant sind.
  • Außerdem sind mögliche Arten und Kosten für Querungshilfen auf Höhe der Arztpraxis Tetzl zu ermitteln.
  • Die Möglichkeiten zur Gefahrenreduzierung beim Betreten aus dem Espenlaubweg/Kirchenweg beim Gasthaus Stroblwirt sollen untersucht werden.
  • Das Verkehrsaufkommen auf der WM 15 in der Dorf- und Eyacher Straße soll erfragt werden.
  • Ferner ist zu prüfen, ob ein durchgezogener Gehsteig in der Dorfstraße möglich ist und wie viel er kosten würde.
  • Auch eine Querungshilfe auf Höhe Metzgerei Schneider und die Kosten dafür sollen geprüft werden.

Vor der Entscheidung, welche Maßnahmen umgesetzt bzw. beim Landkreis beantragt werden, will der Gemeinderat wissen, welcher Aufwand im Verhältnis zum tatsächlichen Nutzen steht. „Alle Maßnahmen müssen durch den Landkreis genehmigt werden“, sagte der Bürgermeister.

Aufgrund des geringen Fußgänger- und Radleraufkommens in der Dorfstraße müsse allein die Gemeinde Oberhausen sämtliche Kosten tragen. Einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt es laut Feistl aber: „Unter Umständen können wir bei der ein oder anderen Maßnahme Fördergelder aus der Städtebauförderung bekommen!“

VON PETER STÖBICH

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