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1990 stand Herbert Zoch  (l.) mit dem BHS-Partner  und Achterbahn-Tüftler   Anton Schwarzkopf  (3.v.l.) auf dem Firmengelände.

Was macht eigentlich... Herbert Zoch?

Vom Werksleiter zum Mediator

Herbert Zoch rückte 1990   an die Spitze des BHS-Standorts Peißenberg.  Heute ist der 64-Jährige Mediator.

Peißenberg – Langweilig ist es Herbert Zoch (64) in seinem Berufsleben nicht geworden. Er hat einige Male die Firma und damit auch den Arbeitsort gewechselt – und so war auch die Station in Peißenberg bei der „Bayerischen Berg-, Hütten- und Salzwerke AG“ (BHS) nur eine von mehreren auf seinem abwechslungsreichen und erfolgreichen Berufsweg.

Von 1981 bis 1992 stand Herbert Zoch in Diensten der BHS, bis 1983 als Vorstandsassistent, anschließend als Konzern-Controller und ab dem Jahr 1987 als kaufmännischer Leiter. Im Jahr 1990 schließlich rückte er bei der BHS in Peißenberg an die erste Stelle: Zoch wurde Werksleiter und war damit für die vier Produktbereiche „Stahlbau“, „Achterbahnen“, „Mülltransportsysteme“, „Mechanische Parksysteme“ verantwortlich.

Die Zeit als Werksleiter endete für den studierten Betriebswirt, als die BHS das Werk in Peißenberg schloss. Herbert Zoch wechselte zum „Oldenburg Verlag“, wo er kaufmännischer Geschäftsführer der grafischen Betriebe und der Verlage wurde und ab dem Jahr 1995 Mitglied der Geschäftsleitung war. Doch dann zog es ihn weiter. „Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es Sinn macht, etwa nach zehn Jahren beruflich etwas anderes zu machen“, sagt der Peißenberger. Er heuerte beim „Weltbild“-Verlag in Augsburg als kaufmännischer Leiter an und wurde 2009 kaufmännischer Geschäftsführer des Verlages. Dann stand wieder eine Veränderung an: Weil Herbert Zochs Ehefrau ernsthaft krank wurde, gab er seinen Posten 2009 auf und reduzierte seine Berufstätigkeit sehr.

Von wegen Ruhestand

Im Jahr 2011 zog es Herbert Zoch schließlich als Geschäftsführer der „Wohlthat Berlin GmbH“ nach Berlin. Zwei Jahre später ging er in Ruhestand. Wobei dieser Begriff bei ihm in die Irre führt: Denn Herbert Zoch hat sich nicht zur Ruhe gesetzt, sondern selbstständig gemacht.

In seiner Berliner Zeit hat er nämlich erfahren, wie wohltuend es sein kann, wenn sich Zerstrittene im Rahmen einer Mediation einigen können. Das hat den Peißenberger so beeindruckt, dass er sich zum Mediator ausbilden ließ und sich als solcher selbstständig machte. Inzwischen ist der 64-Jährige für Betriebe und Firmen als Mediator tätig. Dort kann er seine vielseitige berufliche Erfahrung voll einbringen. Herbert Zoch gefällt dies: „Das macht Spaß, ist herausfordernd und, wenn alles klappt, habe ich das Gefühl, wirklich geholfen zu haben.“

Kathrin Hauser

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