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Indianer in Niedersachsen: Ciganovic spielte unter anderem drei Jahre für die Hannover Indians in der Oberliga. Das Foto zeigt den Peißenberger bei einem Gastspiel der Hannoveraner in Peiting in der Saison 2005/06. 

Was macht eigentlich... Oliver Ciganovic?

In Wolfsburg heimisch geworden

Einst war Oliver Ciganovic eine sichere Bank der Peißenberger Eishockeymannschaft. Mittlerweile ist er Lehrer an einer Gesamtschule, kommt aber immer noch gern in die Marktgemeinde.  

Noch immer regelmäßig im Eisstadion: Der 43-Jährige (hier mit seiner Frau Chiara und Tochter Katharina) spielt derzeit bei den Alten Herren der Wolfburg Grizzlys. 

Peißenberg – Acht Spielzeiten schnürte er die Schlittschuhe für die Eishockey-Mannschaft des TSV Peißenberg, die zeitweise auch unter dem Namen Peißenberg Hornets firmierte. Mit den Weilheim Streetkings wurde er mehrfach deutscher Meister im Streethockey. Die Rede ist von Stürmer Oliver Ciganovic, der mit seinen Toren eine Menge zu den Erfolgen dieser beiden Mannschaften beigetragen hat.

In der Saison 1999/2000 war er bei den Peißenberg Hornets mit 24 Treffern drittbester Torschütze des Regionalligisten, nur knapp hinter dem Finnen Markus Oijennus, der 25-mal einnetzte. Danach zog es den Angreifer, der zuvor schon einen kurzen Abstecher nach Haßfurt unternommen hatte, in den Norden. Ciganovic stürmte für den EHC Wolfsburg in der 2. Liga, für die Hannover Indians in der Oberliga und bei den Preußen Juniors Berlin in der Regionalliga. „Die schönste Zeit war bei den Hannover Indians. 5000 bis 6000 Leute in der Halle am Pferdeturm, das hatte schon was“, erinnert sich der inzwischen 43-Jährige, den es nach dem Ende seiner Karriere wieder nach Wolfsburg verschlug.

Dort bekam der ehemalige Eishockey-Profi die Chance, an einer Gesamtschule als Sportlehrer zu arbeiten. „Ich hatte damals auch noch Angebote, im Süden weiterzuspielen, beispielsweise in Freiburg. Ich habe mich dann aber dafür entschieden, aufzuhören“, berichtet der verheiratete Vater einer 13-jährigen Tochter.

Ganz vom Eishockey zurückgezogen hat sich der ehemalige kroatische Nationalspieler, der 40 Einsätze für sein Land bei B- und C-Weltmeisterschaften aufzuweisen hat, aber nicht. Beim DNL-Team der Wolfsburg Grizzlys macht der Besitzer verschiedener Trainerscheine den Nachwuchs als Lauftrainer fit. Wobei sein sportliches Engagement in den vergangenen Jahren mehr in Richtung Fußball ging. Beim SV Reislingen/Neuhaus kickt er in der Ü 40-Mannschaft zusammen mit anderen ehemaligen Eishockey-Profis. „Mit den Jungs habe ich sehr viel Spaß“, sagt Ciganovic, der nach wie vor Kontakt mitseiner alten Heimat hält. Seinen Bruder Damir oder auch seinen guten Kumpel Sepp Staltmayr besucht er regelmäßig in Peißenberg. Dass Staltmayr inzwischen Trainer der Peißenberger „Eishackler“ ist, hat er natürlich auch mitbekommen. „Wenn er Tipps von mir braucht, helfe ich gerne weiter“, sagt Ciganovic.

Roland Halmel

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