Eifrig gearbeitet wird auf dem Gelände der „Rigi-Rutsch‘n“ in Peißenberg. Das Bild zeigt, wie am Freitag der neue Kiosk aufgebaut wurde. foto: Gronau

Eröffnung der „Rigi Rutsch‘n“ wird sich „voraussichtlich“ verzögern

Wasseraufbereitung macht noch Probleme

Peißenberg – Eigentlich sollte die „Rigi-Rutsch’n“ mit Beginn der Pfingstferien am 3. Juni wiedereröffnen. Doch bei einem Pressegespräch gestern Vormittag hieß es von Seiten der zuständigen Gemeindewerke, dass man den Termin „sehr wahrscheinlich“ nicht halten könne. Eine endgültige Entscheidung werde es aber erst nächste Woche geben.

von Bernhard Jepsen

„Theoretisch wäre eine Eröffnung zum Pfingstwochenende denkbar“, erklärte Werkleiter Günther Forster. Baulich sei alles im Zeitplan – auch die aufwendige Sanierung der Beckenrandköpfe am Sprungbecken. „Selbstverständlich versuchen wir, alle Zeitfaktoren zu verkürzen“, beteuerte Forster: „Aber wenn es um die Sicherheit und Gesundheit unserer Badegäste geht, dann werden wir keine Kompromisse eingehen.“ Das Problem: Zwar können die Becken vermutlich alle rechtzeitig befüllt werden, allerdings steht dann noch die Instandsetzung der Chlorgasanlage und die Badewasseraufbereitung (rund 2 Millionen Kubikmeter) inklusive Chlorung, pH-Wert-Absenkung und Erwärmung auf dem Programm. Und zu guter Letzt muss das Gesundheitsamt noch die Wasserqualität untersuchen. Auf einen Ersatztermin wollten sich Forster und Betriebsleiterin Ingrid Haberl gestern nicht festlegen lassen. Allerdings werde sich die Eröffnung im Bedarfsfall lediglich „um ein paar Tage“ verschieben. Den Vorwurf, dass man mit der Revision und Sanierung zu spät begonnen hat, weisen die Vertreter des Kommunalunternehmens (KU) ausdrücklich zurück. Vor allem die schlechten Witterungsverhältnisse im April hätten die Arbeiten erschwert oder gar unmöglich gemacht: „Ich muss allen Beteiligten ein großes Kompliment machen. Es wurde das Bestmögliche gegeben. Aber jetzt haben wir einen Punkt erreicht, wo wir es selber nicht mehr in der Hand haben“, sagte Forster. „Den 3. Juni als Eröffnungstag habe ich persönlich auch nie in den Mund genommen. Der Termin hat sich in der Öffentlichkeit verselbstständigt.“

Fest steht inzwischen übrigens, dass das Freibad die ganze Saison über – also auch bei schlechtem Wetter – geöffnet haben wird. Die ehrenamtlichen Projektgruppen, die sich letztes Jahr an einer Konzeptplanung versuchten, hatten indes flexible Öffnungszeiten vorgeschlagen. Auch die geplante Solarthermieanlage ist noch nicht auf dem neuen Pultdach montiert. Haberl spricht bezüglich der Badesaison 2017 von einem betrieblichen „Übergangsjahr“. Unter anderem sei künftig die Frage zu klären, inwieweit man noch Wärme vom benachbarten Blockheizkraftwerk abnehmen müsse, um den steuerlichen Querverbund aufrecht zu erhalten. Dazu werde man Steuerberater und Ingenieurbüros zu Rate ziehen. „Das Ganze hängt auch mit neuen Geschäftsfeldern für das KU zusammen. Aber das ist für Außenstehende nur schwer zu durchblicken“, sagt Forster. Sein Fazit: „Die Badzukunft ist gesichert – wenn es angenommen wird.“

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