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Von wegen „Wonnemonat Mai“

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Das Wetter machte im Mai keine gute Laune. Für Unterhaltung sorgte aber dieser Schwimmer, den Gisela Klöck aus Reichling zwischen Paterzell und Peißenberg entdeckte. foto: fkn
Das Wetter machte im Mai keine gute Laune. Für Unterhaltung sorgte aber dieser Schwimmer, den Gisela Klöck aus Reichling zwischen Paterzell und Peißenberg entdeckte. foto: fkn

Hohenpeißenberg - Der Mai wurde seinem Ruf als „Wonnemonat“nicht gerecht. Er war nicht nur zu kalt, sondern wird deutschlandweit als einer der regenreichsten Maimonate in die Statistik eingehen.

Deutschland war dabei meistens zweigeteilt. Im Westteil wurde mit einer nördlichen Strömung kalte und feuchte Polarluft über die Nordsee nach Süden geführt. Auch Westeuropa wurde von der Kaltluft überströmt. In den Ostteil unseres Landes gelangte warme und feuchte Luft von Süden her. Dazwischen lag oftmals eine scharfe Luftmassengrenze, markiert von Unwettern. So zum Beispiel am Pfingstsonntag. Während man in Brandenburg den Pfingstkaffee bei 28 Grad auf der Terrasse genießen konnte, mussten wir in Hohenpeißenberg heizen. So war der Mai bei uns genau 1 Grad zu kalt, die Monatsmitteltemperatur betrug 8,6 Grad. Es wurde sogar von Dekade zu Dekade kälter. Betrug die Mitteltemperatur vom 1. bis 10. Mai noch 11,1 Grad, sank sie bis ins letzte Monatsdrittel auf 5,2 Grad. Die vergangene Dezemberdekade war übrigens genauso warm oder kalt.

Die zwei Frühlingstage im Mai fielen auf den 15. und 16. Am 15. wurde die Höchsttemperatur mit 23,1 Grad gemessen. Ansonsten gab es auf dem Hohen Peißenberg im Mai neun Tage, an denen das Maximum der Temperatur zum Teil weit unter 10 Grad Celsius verharrte! Die Minima lagen alle zwischen 0 und 10 Grad. Am kältesten war es am 24. mit -0,3 Grad.

Niederschlag fiel an allen Tagen, nur der 5. blieb trocken. Es fielen 161 Liter pro Quadratmeter und damit 122 Prozent der langjährig zu erwartenden Summe. Damit waren wir deutschland- und bayernweit noch „sehr trocken“, da viele Stationen die zwei- bis zweieinhalbfache Menge Niederschlag verkraften mussten.

Siegmar Lorenz

Wetterbeobachter der Wetterwarte Hohenpeißenberg

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