Karlsruhe erlaubt G20-Protestcamp - aber stark eingeschränkt

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Weide überlebt Bauarbeiten nicht

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Weilheim - Markanter Baum am Oberen Graben in Weilheim wurde gefällt, weil Standsicherheit fehlte. Er erlitt Schäden durch die nahen Baustellen

Kaum ein Baum in Weilheims Altstadt verdient das Attribut „stadtbildprägend“ so sehr wie die mächtige Trauerweide in der Grünfläche am Oberen Graben, direkt an der Stadtmauer. Nein, seit gestern muss es heißen: „verdiente“. Denn ihr Ende kam schnell. Vergangene Woche hat der Bauausschuss des Stadtrates einstimmig die Fällung beschlossen, vorgestern wurde zur Tat geschritten. Die Standsicherheit des Baumes könne „nicht mehr länger garantiert werden“, hieß es in der Sitzung, er müsse „dringend entfernt werden“.

„Mir tut das in der Seele weh“, kommentierte Rupert Pentenrieder (BfW), der Referent für städtisches Grün, die Fällung - doch es gebe „keine andere Chance“. Und das hat niemanden im Ausschuss überrascht. Schäden wie Pilzbefall zeigte die Weide bereits länger, sie ist „öfter schon ausgeschnitten worden“, so Baumpflegerin Paloma Ziegelmeier von der Ettaler Firma „Grünwuchs“; Sicherungen würden nun nicht mehr helfen.

Nicht zuletzt Baustellen machten dem Baum zu schaffen, bei den jüngsten Arbeiten an der Stadtmauer wurde zwar der Stamm, nicht aber der Wurzelraum gesichert, sagte Ziegelmeier, die das Alter des Baums auf rund 60 Jahre taxiert. Weiden wachsen rasch, seien aber nicht widerstandsfähig und würden an solchen Orten kaum älter als 80 Jahre.

„Die Schädigung war schon da“, resümierte Pentenrieder, „die Sanierung der Stadtmauer hat dem Baum jetzt den Rest gegeben“. Die Stadt plant auf jeden Fall eine Nachpflanzung, will zuvor aber weitere Überlegungen für eine Eisfläche in der Grünanlage abwarten.

Magnus Reitinger

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