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Platzmangel herrscht am Fahrradständer am Weilheimer Bahnhof. Das soll sich ändern. 

Im Mai berät der Bauausschuss 

Umgestaltung am Weilheimer Bahnhof: 1150 Fahrradstellplätze?

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Wohin mit dem Radl am Bahnhof? Diese Frage soll sich in Weilheim bald nicht mehr stellen. Dank eines Projekts des Bundesumweltministeriums könnten 1150 Fahrradstellplätze entstehen. 

Weilheim – Den Bereich um den Bahnhof lässt die Stadt Weilheim in den nächsten Jahren komplett umgestalten – ein Millionenprojekt. Den Wettbewerb zur Neugestaltung von Busbahnhof und Bahnhofsumfeld haben 2014 zwei Berliner Büros gewonnen. Seitdem kam es jedoch immer wieder zu Verzögerungen. Nun ist der erste Bauabschnitt, der Busbahnhof, der ein weit ausladendes, transparentes Dach erhält, in vollem Gange.

Im gesamten Wettbewerbs-Areal waren bisher rund 500 Fahrradstellplätze vorgesehen – was schon eine deutliche Verbesserung gegenüber der bisherigen Situation wäre. Doch jetzt könnten es sogar um die 1150 werden. Grund dafür ist die „Bike&Ride-Offensive“ von Deutscher Bahn und Bundesumweltministerium: Im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative sollen bis 2022 bundesweit 100 000 neue Fahrradstellplätze an Bahnhöfen entstehen – um Kommunen für Radler „attraktiver zu gestalten und geordnetes Fahrradparken am Bahnhof zu ermöglichen“, wie es in der Projektbeschreibung heißt.

Ergebnis kam für Stadtbaumeisterin Andrea Roppelt überraschend

Die Stadt Weilheim hat sich dafür beworben, worauf Vertreter von Bahn und Ministerium umgehend zum Ortstermin kamen. Und das Ergebnis hat Stadtbaumeisterin Andrea Roppelt mehr als überrascht, wie sie jetzt im Bauausschuss des Weilheimer Stadtrates sagte: Die Besucher hätten eine Reihe zusätzlicher Standorte für Fahrradständer rund um den Bahnhof vorgeschlagen, auch auf Flächen der Bahn. Diese würden mietfrei zur Verfügung gestellt, und die Stadt müsste nicht einmal die Verhandlungen selber führen.

Wo städtische Flächen für neue Radlstellplätze hergerichtet werden, übernimmt der Bund 40 Prozent der förderfähigen Ausgaben. Und weil die Fahrradständer bundesweit zentral eingekauft werden, sind auch diese relativ günstig zu bekommen.

An diesen Standorten könnten die Fahrradstellplätze entstehen

Allein schon an den Standorten, die beim Ortstermin mit höchster Priorität bedacht wurden, könnten insgesamt rund 600 zusätzliche Fahrradstellplätze entstehen: Am Öferl sind bei der bestehenden Anlage weitere 90 Plätze möglich (eventuell als Doppelstock-Anlage), für 360 wäre südlich davon im bisherigen Gleisschotter Platz. Am Bahnhofsplatz sind südlich des Bahnhofsgebäudes 120 zusätzliche Stellplätze denkbar, Richtung Stellwerk weitere 24 bis 38.

Welche und wie viele Fahrradstellplätze wo genau realisiert werden, das wird derzeit abgeklärt. Voraussichtlich im Mai wird noch einmal im Bauausschuss darüber gesprochen, dann ist das Ministerium wieder am Zug – aber „dann könnte man schon bestellen“, so Roppelt. Wobei natürlich darauf zu achten ist, dass man nicht künftigen Maßnahmen zum Umbau des Bahnhofsumfeldes in die Quere kommt.

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Fahrradstellplätze „sehr wichtig für Pendler“

Die Nachricht der Stadtbaumeisterin kam in der März-Sitzung des Bauausschusses jedenfalls schon gut an, das Gremium gab einstimmig sein „grundsätzliches Einverständnis“. Gute Fahrrad-Abstellmöglichkeiten seien „sehr wichtig für Pendler“, sagte Michael Lorbacher (SPD). Und Claus Reindl (BfW), der Verkehrsreferent des Stadtrats, hofft, dass diese Offensive „weitere Pendler motiviert, mit dem Rad zum Bahnhof zu kommen“. Manche nähmen auch weitere Wege dafür in Kauf, deshalb brauche es auch einige besonders gesicherte Stellplätze für hochwertigere Räder, betonte Reindl – etwa einen extra eingezäunten Bereich oder Plätze im geplanten Parkhaus am Öferl.

mr

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