+
Saika Gebauer-Merx will einen Frauenstammtisch einführen. 

Neujahrsempfang im „Oberbräu“

FDP im „Chancenjahr 2019“

Ob Frauenstammtisch oder Umfahrung Weilheim: Für die Kreis-FDP ist 2019 das „Chancenjahr“ schlechthin. Darin war sich die Partei beim Neujahrsempfang einig.

Weilheim – Voller Elan präsentierten sich die Freien Demokraten beim Neujahrempfang mit rund 50 Gästen. Kreisvorsitzender Klaus Breil, der sich unter anderem für eine flächendeckende Gesundheitsversorgung und gegen die Schließung von Krankenhäusern aussprach, und Saika Gebauer-Merx beleuchteten die Kommunalpoitik in Stadt und Landkreis.

Im „Chancenjahr 2019“ will Gebauer-Merx, Stadträtin und Mitglied im Landesvorstand, mit drei Mitstreiterinnen einen Frauenstammtisch einführen. Dazu seien alle Frauen in der Region eingeladen, um mitzuteilen, „wo der Schuh drückt“. „Denn nur Probleme, die man nicht kennt, kann man nicht lösen“, so Gebauer-Merx. Sie sagte, dass im 100. Jahr des Frauenwahlrechts die Zahl der Mandatsträgerinnen um sieben Prozent zurückgegangen sei; im FPD-Kreisverband gab es unter den zehn Neuzugängen nur eine Frau, (2018 40 Prozent Mitgliederzuwachs). „Es würde mich freuen, wenn mehr Frauen in die Politik eingebunden wären“.

Höhere Häuser bauen statt Flächen versiegeln

Bei den Problemen, die mit dem stetigen Wachstum der Stadt einhergehen, setzt die FDP auf Nachverdichtung. Es sei besser, höhere Häuser zu bauen, als weitere Flächen zu versiegeln, so Gebauer-Merx, die einen Abbau der Bürokratie und das bessere Funktionieren der Verwaltung anmahnte. „Es kann nicht sein, dass bei den Baubehörden Mitarbeiter nicht erreichbar sind, das geht gar nicht“. Zudem habe man beantragt, die Grundsteuer auf dem Niveau von 2018 einzufrieren, um zu vermeiden, dass die Mieten durch die Umlagen weiter steigen.

Was die Umfahrung Weilheim angeht, so bevorzuge die FDP eine „intelligente Tunnellösung“. „Wir dürfen keine Schutzgebiete zerstören, brauchen jedoch ein gut durchfahrbares Weilheim“, so die Stadträtin. Für eine hindernisfreie Nord-Süd-Achse bedürfe es auch keiner Broschüre, so Gebauer-Merx, sämtliche Daten seien bereits auf der Homepage des staatlichen Bauamts zu finden.

Ladenschluss neu regeln 

Ex-Minister Martin Zeil forderte unter anderem eine Überarbeitung des „antiquierten Ladenschlussgesetzes“, und „Gewitterwolken am Horizont“ sah der Bundestagsabgeordnete Daniel Föst für die Bundesrepublik heraufziehen. „Wir sind dabei, unsere Zukunft zu verspielen“, sagte er. Zum Thema „Elektroauto“ sagte er: „Wenn alle Elektroautos fahren – woher nehmen wir das massive Mehr an Energien? Zudem machen wir uns abhängig von wenigen Lithiumlieferanten“. Man müsse technologieoffen denken: „Wir sollten unseren Tüftlern und Erfindern eine Chance geben, neue Dinge zu entwickeln“, so Föst.

Von Myrjam C. Trunk

Das könnte Sie auch interessieren: 

Kommunalwahlen: Vanni will Bürgermeisterin von Peißenberg bleiben. 

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Streit in Wirtshaus: Mann zieht anderen Gast aus und verteilt Kopfstoß
Ein Wirtshaus-Gast hat in Weilheim zwei andere Männer attackiert, die einen Streit schlichten wollten. Am Ende wurde er aus dem Lokal geworfen.
Streit in Wirtshaus: Mann zieht anderen Gast aus und verteilt Kopfstoß
Rückzieher bei Erschließungsbeiträgen?
Werden die Anlieger der Straßen „Stadelfeld“ und „Zur Alten Bergehalde“ in Peißenberg doch nicht für einen erstmaligen Vollausbau zur Kasse gebeten? Gut möglich. Der …
Rückzieher bei Erschließungsbeiträgen?
„Roche“ setzt weiter voll auf Penzberg
170 Millionen Euro hat der Biotech-Konzern „Roche“ 2018 in sein Penzberger Werk investiert. Und auch für die Zukunft hat sich der Schweizer Konzern einiges vorgenommen. 
„Roche“ setzt weiter voll auf Penzberg
Gymnasium Weilheim: Turnhallenplanung startet - welche Variante wird es?
Der Neubau von gleich drei Turnhallen für das Gymnasium Weilheim ist einen entscheidenden Schritt vorangekommen. Der Kreistag beschloss am Freitag den entsprechenden …
Gymnasium Weilheim: Turnhallenplanung startet - welche Variante wird es?

Kommentare