Das ehemalige Gesundheitsamt, heute Service-Center des Finanzamtes, wird für die Finanzkasse aufgestockt und angebaut. Foto: Gronau

Weilheim am längeren Hebel

Weilheim - Schongaus Bürgermeister Gerbl wollte dem Finanzamt in der Kreisstadt die versprochene neue zentrale Kasse abspenstig machen

2011 fiel die Entscheidung, dass Weilheim der Sitz einer aufgewerteten Finanzkasse werden soll. Doch passiert ist seitdem nichts - und diese Chance wollte sich Schongaus Bürgermeister Karl-Heinz Gerbl nicht entgehen lassen. In einem Brief bat er Finanzminister Markus Söder, die Finanzkasse in Schongau anzusiedeln.

Gab es vor der Reform noch 80 solcher Kassen in Bayern - sie wickeln den Zahlungsverkehr mit den Banken ab -, sollten es danach nur noch 19 sein. Sechs wollte Finanzminister Markus Söder in Oberbayern ansiedeln, eine davon am Finanzamt in Weilheim. Die Weilheimer Finanzkasse sollte auch für die Landkreise Garmisch-Partenkirchen, Bad Tölz-Wolfratshausen und Miesbach zuständig sein, dafür werden rund 25 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Doch Gerbl kommt zu spät mit seinem Vorstoß, Weilheim die Finanzkasse abspenstig zu machen.

Horst Wolf, Sprecher beim Finanzministerium, sagte, dass der Planungsauftrag kürzlich vergeben wurde, und zwar für Weilheim. Dort soll das ehemalige Gesundheitsamt für die Zentralkasse erweitert werden.

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