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70 Jahre gibt es die Marinekameradschaft Weilheim: Das wurde in der Stadthalle gefeiert, und Vorsitzender Hans Stibich (links am Schild) gab in seiner Rede einen Einblick ins Vereinsleben.

Sie verbindet die Kreisstadt mit der Waterkant

Weilheim hat seit 70 Jahren eine Marinekameradschaft

Weilheim kann – auch wenn es bei einer weit vom Meer entfernten Stadt keineswegs auf der Hand liegt – auf eine lange Seefahrertradition zurückblicken. Im voll besetzten Foyer der Stadthalle feierte nun die Marinekameradschaft ihr 70-jähriges Bestehen.

Weilheim – Die Tische waren passend zum Thema „Seefahrt“ dekoriert, an einer großen Stellwand konnte man sich über die Tradition des Vereins informieren, und sogar ein Modell der alten „Weilheim“ gab es zu bewundern. Zu Gast waren auch Felix Uhlemann, ehemals Kapitän auf dem Minenjagdboot „Weilheim“, sowie Fregattenkapitän Jürgen Weber, ehemaliger U-Boot-Kommandant und Marineoffizier d. D aus Marnbach. Auch Bernd Lehmann, früher Kommandant des Schnellbootes „Gepard“, ist in Weilheim ansässig.

„Die Stadt verdankt der Marinekameradschaft sehr viel“, so Bürgermeister Markus Loth in seiner Begrüßungsrede. So schaffe der Verein Freundschaften zwischen Weilheim und der Waterkant. Loth: „Wir können stolz sein, dass die Marinekameradschaft über Jahrzehnte die Stadt mit Leben erfüllt“.

Anschließend gab der Bürgermeister einen Überblick über die Geschichte des Vereins, dessen Engagement und dessen geselliges Leben. Weilheims ehemaliger Bürgermeister Klaus Rawe erinnert sich an die Erlebnisse auf der „Weilheim“ – besonders an zwei Fahrten nach Helgoland bei Sturm und Wind.

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Vereinsvorsitzender Hans Stibich führte die Gäste durch die 70-jährige Geschichte der Marinekameradschaft, die mit 18 Mitgliedern im August 1949 im Gasthof „Zum Hirschen“ (dem jetzigen Sportladen „Hapfelmeier“) ihren Anfang nahm. Damals diente der Verein zum Skatspielen und zu lockeren Gesprächsabenden.

Ab 1960 übernahm Johann Bauer die Geschicke der Marinekameradschaft. Eine seiner Aufgaben war die Indienststellung des Küstenminensuchbootes „Weilheim M 1077“ in Wilhelmshaven, für das Weilheim die Patenschaft hatte. Wehmut kam auf, als diese „Weilheim“ nach 38 Dienstjahren außer Dienst gestellt wurde.

Der Hartnäckigkeit von Bürgermeister Rawe ist es zu verdanken, das Weilheim erneut eine Patenschaft für ein Boot der Bundesmarine bekam. Im Februar 1998 wurde des neue Schiff auf den Namen „Weilheim“ (mit Kennung „M 1059“) getauft.

Alle zwei Jahre geht es zum Marinemuseum in Wilhelmshaven zum Arbeitseinsatz

„Unser Verein ist sehr aktiv, wir treffen uns zu Kameradschaftsabenden, Weinfest, Törggelen und Josefifeier, machen im Sommer Vereinsausflüge, und der Stand am Christkindlmarkt ist stets eine Attraktion“, sagte Stibich. „Im Rhythmus von zwei Jahren fahren wir mit einer kleinen Gruppe ins Marinemuseum nach Wilhelmshaven, um dort beim Erhalt der ,Museums-Weilheim’ mitzuhelfen.“ Stibich macht sich Sorgen über den Vereinsnachwuchs. Die Marinekameradschaft Weilheim zählt derzeit 132 Mitglieder, deren Durchschnittsalter bei 61 Jahren liegt.

Über den Erhalt der Patenschaft sagte Stibich: „Wir können davon ausgehen, dass es auch in de nächsten 50 Jahren Minenjagdboote geben wird. Die alte ,Weilheim’ ist ein Boot der ,Lindauer-Klasse’, unsere aktive „Weilheim“ ein Boot der ,Frankenthal-Klasse’. Was spricht dagegen, wenn wir bei den Neuentwicklungen vielleicht über Boote der ,Weilheim-Klasse’ sprechen?“

Nach einem gemeinsamen Abendessen wurden bei der 70-Jahr-Feier treue Mitglieder geehrt. Für 30 Jahre Mitgliedschaft gab es die goldene Ehrennadel für Erika Neumann, Klaus Rawe, Albert Scherer, Hans Stibich, Manfred Ulrich, Helga Schwaiger, Eleonore Wimmer, Marianne Nitsch, Willi Schmidberger, Heinz Ulrich, Hugo Weinhart, Franziska Trischberger und Ralf Möller.

Umrahmt wurden die Feierlichkeiten musikalisch von der „201er Musi“.

Inge Beutler

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