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Die Feuerwehr musste 2018 oft zu Unfällen ausrücken.

Polizeistatistik 

Mehr Unfälle, mehr Tote im Landkreis - 2018 war kein gutes Jahr

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Mehr Verkehrsunfälle, mehr Verletzte, mehr Tote als im Vorjahr: Die Polizei legt für den Landkreis eine traurige Bilanz vor.

Landkreis – Wenn sich Landrätin Andrea Jochner-Weiß (CSU) heuer die Unfallstatistik für Weilheim-Schongau anschaut, wird sich ihre letztjährige Zufriedenheit sicher nicht wiederholen.

Als „blitzsaubere Bilanz“ hatte sie noch im Mai vergangenen Jahres bei der offiziellen Präsentation mit Polizeipräsident Robert Kopp die Zahlen für 2017 kommentiert – begründet mit weniger Unfällen, weniger Verletzten und weniger Verkehrstoten. Dies sieht für 2018 leider anders aus.

3823 Unfälle meldet das zuständige Polizeipräsidium Rosenheim Oberbayern Süd in seiner Jahresstatistik 2018 für den Landkreis (Vorjahr 3757). 867 Verletzte gab es (847). Noch dramatischer sieht es bei den Verkehrstoten aus: 15 Menschen verloren bei Unfällen ihr Leben – gegenüber fünf Menschen im Jahr zuvor.

Zuletzt verstarb eine Frau am 27. Dezember bei einem schweren Unfall zwischen Peißenberg und Oberhausen. Damit reiht sich die Region in die traurige Gesamtbilanz des Präsidiumsbezirks ein: Sprecher Stefan Sonntag musste für das abgelaufene Jahr „eine deutliche Steigerung“ – von 77 auf 99 Getötete vermelden.

Als Hauptursache, gerade bei den tödlichen Unfällen, hat die Polizei weiterhin „überhöhte beziehungsweise nicht angepasste Geschwindigkeit“ ausgemacht, wie es aus Rosenheim hießt. Ein übertriebener Bleifuß sei zudem für die Mehrzahl der schwer verletzten Verkehrsteilnehmer verantwortlich. Die Polizei macht in ihrer Gesamtstatistik darüber hinaus nach wie vor Alkohol am Steuer als eine der Hauptursachen für Unfälle aus, obwohl die Zahlen leicht zurückgingen. Angestiegen seien dagegen Unfälle nach dem Konsum von Drogen.

Konkrete Zahlen für die drei Inspektionsbereiche in Weilheim, Penzberg und Schongau waren allerdings nicht zu erhalten. Den Inspektionen hatte man vom Rosenheimer Präsidium einen medialen Maulkorb verpasst. Begründet wurde das Schweigen mit dem alljährliche „Sicherheitsgespräch“, dass Präsident Kopp noch mit Landrätin Jochner-Weiß führen will.

Mittlerweile werden erst da offiziell konkrete Zahlen für den Landkreis Weilheim-Schongau präsentiert. Ein Termin steht noch nicht fest, Ende März startet Kopp seine Tour durch die neun Landkreise in seinem Bezirk. Immerhin ließ der Polizeichef des südlichen Oberbayerns („Insgesamt keine gute Entwicklung“) mitteilen, dass man mit der letztjährigen Bilanz – trotz rückläufiger Gesamtunfallzahlen – „nicht zufrieden“ sein könne.

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