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Große Plakate, große Pläne. Die 21. „Oberlandausstellung“ wartet mit mehreren neuen Angeboten auf: Vorgestellt wurden sie gestern (v.l.) von Günter Klose (Braumeister „Dachsbräu“), Andreas Wunder (Leiter des Ordnungsamtes der Stadt Weilheim), Hermine Zaha (Leiterin des Veranstaltungsbüros der Stadt Weilheim), Bürgermeister Markus Loth, Josef-Albert Schmid (Geschäftsführer der JWS), Stefan Frenzl (Amt für Standortförderung der Stadt Weilheim) und Jutta Liebmann (Leiterin des Amtes für Standortförderung der Stadt Weilheim).   

21. „Oberlandausstellung“ vom 29. September bis 3. Oktober:

Mehr Angebote, aber auch mehr Kontrollen

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1977 wurde in Weilheim die 1. „Oberlandausstellung“ eröffnet, 40 Jahre später ist die „Orla“, wie sie genannt wird, als regionale Informations- und Verkaufsausstellung fester Bestandteil des Wirtschaftslebens in Weilheim. Heuer wartet sie mit einigen Neuerungen auf – mit Foodtrucks, aber auch mehr Sicherheitskontrollen.

Weilheim – An die 1. „Oberlandausstellung“ im Jahr 1977 kann sich Weilheims Bürgermeister Markus Loth (BfW) noch gut erinnern. „Ich war damals ein kleiner Bub, aber das war schon spannend“, erzählte das Stadtoberhaupt (Jahrgang 1968) am gestrigen Dienstag, als bei einem Pressegespräch im Rathaus über den aktuellen Stand der Organisation der 21. Oberlandausstellung berichtet wurde.

Die JWS GmbH aus Mörslingen, die die Schau seit 2005 alle zwei Jahre organisiert, hat sich dafür, so Geschäftsführer Josef-Albert Schmid, einiges einfallen lassen. Dass FC-Bayern-Star Thomas Müller am 3. Oktober bei einem Torwandschießen zugunsten der „Kinderhilfe Organtransplantation“ (KIO) kommen wird, steht laut Schmid so gut wie fest. Bürgermeister Markus Loth wünschte sich dafür aber, dass Müller auf den Plakaten nicht wie geplant als Weilheimer bezeichnet wird. Müller sei zwar in Weilheim in die Schule gegangen, sei aber ein Pähler, stellte er fest. Mit der „Kinderhilfe Organtransplantation“ hat Müllers Club FC Bayern schon seit einigen Jahren eine Kooperation.

Schmid, der Weilheim als sein „second home“ bezeichnete, setzt bei der 21. „Oberlandausstellung“ auf Digitalisierung einerseits und Heimatverbundenheit andererseits. Den Ansprüchen der Digitalisierung will er zumindest etwas durch eine neue Scanner-App für alle Aussteller entgegenkommen. Mit deren Hilfe können Gutscheine erstellt werden, die die Kunden sich online holen und bei einem Besuch auf der Oberlandausstellung am Stand der Firma einlösen können. Diese Marketing-Aktion werde auch mit Google verknüpft, so Schmid.

Mit einem Zelt „Wir sind Heimat“, das in Zusammenarbeit mit der Firma „Die Hauswirtschafterei“ der ehemaligen Kreisbäuerin Silvia Schlögel betrieben wird, dreht sich alles um die Region. Dort werden sich heimische Firmen an besonderen Ständen vorstellen, dort wird Silvia Schlögel Kochvorführungen machen und dort wird Katrin Lux, die „Fanny Lechner“ aus der Fernsehserie „Dahoam is Dahoam“ am 1, Oktober zu Gast sein.

Als weitere Neuerungen nannte Schmid einen „Blaulichttag“, bei dem sich Hilfsorganisationen vom THW über Feuerwehr bis zur Polizei vorstellen sowie Foodtrucks. Mit deren Hilfe soll während der „Weilheimer Wiesn“ das kulinarische Angebot rund um das Festzelt vergrößert werden. Wie Festwirt Günter Klose vom „Dachsbräu“ sagte, wird es am Freitag- und am Samstagabend Musik geben, „bei freiem Eintritt, wie er betonte.

Das Aufstellen der Foodtrucks ist laut Schmid eine Gratwanderung, denn die anderen Stände wie die im beliebten Zelt der Landfrauen sollen nicht beeinträchtigt werden. Ob eine Kuchenwette der Landfrauen mit der Stadt zustande kommt, blieb gestern offen. Laut Jutta Liebmann, Leiterin des Amtes für Standortförderung im Rathaus, bei deren Team nun die Betreuung der „Oberlandausstellung“ liegt, ist noch nichts entschieden.

Kontrollen für mehr Sicherheit

Wie Andreas Wunder, Leiter des städtischen Ordnungsamtes, sagte, wird es wie gewohnt den Shuttle-Bus-Service geben, aus Gründen der Sicherheit aber auch strengere Kontrollen. Er kündigte Taschenkontrollen an, auch sollen Möglichkeiten zum Deponieren von Rucksäcken und Taschen geschaffen werden.

Laut Schmid sind bereits zwei Drittel der Standplätze vermietet. Die angepeilte Zahl von 320 Ausstellern „ist sehr hoch für eine solche Regionalmesse“, sagte er. Schmid gab sich auch in Sachen „Besucher“ optimistisch: 35 000 peilt er an. Wobei die meisten seinen Erhebungen nach aus einem Umkreis von 45 Autominuten kommen, viele aber auch aus dem Raum Garmisch-Partenkirchen.

Die 21. „Orla“

dauert vom Freitag, 29. September, bis Dienstag, 3. Oktober. Sie findet auf einer Gesamtfläche von 25 000 Quadratmetern auf dem Volksfestplatz statt, wovon sich 8000 Quadratmeter in zwölf Hallen befinden. Ab kommender Woche ist die Firma JWS mit ihrem Büro-Container auf dem Festplatz.

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