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Entsorgung der unmöglichen Art: Manche Hundebesitzer hängen die Kottüten in Bäume. 

Vom Gögerl bis in die Au

40 „Toiletten“ eigens für Hunde

Immer wieder gehen aus diesen Ecken der Stadt, aber auch aus der Innenstadt im Rathaus Beschwerden über Verunreinigungen durch Hundekot ein.

Weilheim – Das Bankerl am Weilheimer Gögerl liegt idyllisch, der Blick von dort ins Voralpenland ist bezaubernd. Wenn da nur dieser Gestank nicht wäre. Der kommt von einem Hundehaufen, der keine drei Meter entfernt in der Wiese vor sich hindampft. Naherholungsgebiete wie das Gögerl, der Dietlhofer See, der Hardt, der Prälatenweg, die Au und das Weilheimer Moos sind beliebte Gassistrecken und somit auch neuralgische Punkte in Sachen „Hundekot“.

Immer wieder gehen aus diesen Ecken der Stadt, aber auch aus der Innenstadt im Rathaus Beschwerden über Verunreinigungen durch Hundekot ein. Und das, obwohl die Stadt schon seit Jahren dagegen ankämpft. Inzwischen hat sie, so Manfred Stork, Leiter der Bauverwaltung, über 40 so genannte Hundetoiletten aufgestellt. Dort gibt es kostenlose Plastiktütchen, mit denen Herrchen oder Frauchen die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner einsammeln können. Was auch schon fleißig gemacht wird: Zehntausende solchen Tütchen werden Jahr für Jahr in Weilheim verbraucht.

Doch das heißt nicht, dass das Hundekot-Problem damit erledigt ist. Im Gegenteil. Oft fängt es damit erst an. Denn die Tütchen landen schnell mal auf den Feldern und den Wiesen statt in den dafür vorgesehenen Mülleimern an den Hundetoiletten. Sehr zum Ärger von Landwirten, Spaziergängern und auch den Mitarbeitern der Stadtwerke, die beim Mähen auf solche Tretminen stoßen. Spaßvögel hängen die vollen Tüten auch an die Äste von Bäumen oder werfen sie in Abfalleimer in der Stadt.

Eine, die immer wieder mit dem Thema konfrontiert ist, ist Hundetrainerin Constanze Matulla. „Die Tüten sind sehr gefragt“, so Matulla. Viele Hundebesitzer knoten sie an die Hundeleine. Matulla appelliert an die Hundebesitzer, ihre Tiere beim Gassigehen im Auge zu behalten, damit sie überhaupt wissen, wo diese ihr Geschäft machen. Denn wer etwa am Ammerdamm im hohen Gras nach dem Haufen suchen müsse, laufe Gefahr, dort in die anderer Hunde zu treten. An die Stadt hat sie den Wunsch, dass sie mehr Abfalleimer aufstellt, in die die Hundetüten geworfen werden können. Das Argument, dass in diesen Abfalleimern dann auch Hausmüll landet, will sie nicht gelten lassen. Mit kleinen Einwurflöchern könnte das verhindert werden.

Stork weist darauf hin, dass Spielplätze, insbesondere Sandkästen, in denen kleine Kinder spielen“ für Hunde absolut tabu seien. Zudem seien in Weilheim Hunde in öffentlichen Grünflächen und Anlagen an der Leine zu führen. Nach dem bayerischen Straßen- und Wegegesetz ist laut Stork „eindeutig die Person, deren Vierbeiner den Gehweg verunreinigt“, für die schadlose Beseitigung des Drecks verantwortlich.

mm

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