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Die bunte Vielfalt  der elektrisch  angetriebenen Serienfahrzeuge wie „Tesla“ war am Sonntag auf dem Marienplatz zu sehen, wo die eRUDA Station machte, um über Elektromobilität zu informieren. 

5. eRUDA in Weilheim

Reichweite ist kein Problem mehr

Am Sonntag waren Marienplatz und Kirchplatz voll von Autos – ohne Abgase und ohne Lärm. Es waren die Teilnehmer der 5. eRUDA (elektrisch rund um den Ammersee).

Weilheim – Dass die Entwicklung der Elektro-Autos Fortschritte macht, zeigt nicht nur die Anzahl der Teilnehmer – insgesamt waren es heuer 212-, sondern auch die zunehmende Vielfalt. Das Spektrum reichte von uralten Leichtfahrzeugen über Motorräder, Personen- und Sportwagen bis zu Kleintransportern.

Mit einem eTransporter der Stadtwerke war Peter Müller gekommen. Für den Geschäftsführer ist vor allem die Wirtschaftlichkeit ein Argument. Elektrofahrzeuge sind insgesamt um ein Viertel billiger als vergleichbare Fahrzeuge mit Dieselmotor.

Auch für Christof Wiedmann spielen die Kosten eine Rolle. Er fährt seit zwei Jahren ein chinesisches Auto, das vor allem als Taxi zum Einsatz kommt. Die Energiekosten sind halb so hoch wie beim Diesel, was besonders bei hoher Fahrleistung ins Gewicht fällt. Hinzu komme, dass der reparaturanfällige Verbrennungsmotor entfalle.

Der Fahrspaß ist es, den Andreas Schumann an seinem elektrischen Motorrad schätzt. Er fährt am liebsten Bergstraßen, die für Verbrenner gesperrt sind – wegen der Ruhe in den Bergen.

Den Stopp in Weilheim organisiert der Verein „Mobil ohne Fossil“, der zum Ziel hat, die Mobilität ohne fossile Brennstoffe zu fördern. Der stellvertretende Bürgermeister Horst Martin sieht in der eRUDA ein wichtiges Ereignis – sowohl für Weilheim wie für die Elektromobilität.

Auch das Landratsamt hat ein Elektroauto für Dienstfahrten. Karl-Heinz Grehl fuhr mit dem „Zoe“ der zweiten Generation vor, der eine Reichweite von 400 Kilometern hat. Diese Distanz reiche für Fahrten im Landkreis aus, so der stellvertretende Landrat. Das Auto müsse nur „ein- bis zweimal pro Woche geladen“ werden. Grehl will, dass das Landratsamt ein zweites Elektroauto kauft. Wichtig sei jetzt, dass die Ladeinfrastruktur ausgebaut und vereinheitlicht werde. Auch die Bezahlung müsse einfacher werden.

Keine Gedanken über die Bezahlung des Stroms hat sich Michael Sendl gemacht. Er bietet den Kunden seines Bio-Supermarkts kostenloses Laden von eBikes an, ab Oktober können sie auch Elektroautos auf zwei Stellplätzen in der Tiefgarage aufladen – „vorerst ohne Bezahlung“.

Alfred Schubert

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