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Ihre eigenen Thesen schlugen Besucher des ökumenischen Christusfestes an eine Tür am Marienplatz. 

500 Jahre Reformation

Dekan ist begeistert von der Dynamik

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Auch in Weilheim werden „500 Jahre Reformation“  gefeiert. Dekan Axel Pieper  zieht eine erste Bilanz des Jubiläums.

Weilheim – Das Reformationsjubiläum erlebt den letzten seiner nach außen wirksamen Höhepunkte zwar erst nächste Woche, wenn der Reformationstag am 31. Oktober als freier Feiertag für alle begangen wird und die Weilheimer Apostelkirche zwei Tage lang im Mittelpunkt einer Lichtinszenierung steht. Doch Dekan Axel Piper ist jetzt schon begeistert vom Verlauf der vergangenen Monate, in denen des Reformators Martin Luther und seines Thesenanschlags ins Wittenberg gedacht wurde. Und zwar deswegen, weil nicht nicht nur innerkirchlich gefeiert wurde und weil nicht nur die Geschichte von damals im Mittelpunkt stand, sondern weil gerade angesichts der Kirchenspaltung die Ökumene vertieft wurde und in die Zukunft gedacht wurde.

48 Seiten umfasst die Broschüre, in der die Angebote im evangelisch-lutherischen Dekanat Weilheim für das Reformationsjubiläum 2017 zusammengefasst sind. Ausstellungen, Ausflüge, Filme, Gottesdienste, Kirchentage, Konzerte, Theater,Lichtkunst und Vorträge – alles dreht sich um Martin Luther, sein Werk und dessen Folgen, die bis in die Jetztzeit reichen.

Am Anfang des Jahres, so Piper, sei er skeptisch gewesen, ob das Reformationsjahr die Menschen begeistern kann. Kurz vor seinem Ende sagt er: „Es ist so schön“. Die Kirchengemeinden hätten so viel gemacht, es sei viel Dynamik dort entstanden. Es seien Menschen neugierig auf Kirche geworden, „die wir sonst nicht erreichen, die am Rande stehen“, weil sie mit der klassichen Form nichts anfangen könnten. „Da ist ganz erstaunlich“, so der Dekan.

Von einer „Kirchentagsstimmung“ berichtet Norbert Räbiger, Referent für Konzeptionsentwicklung, Öffentlichkeitsarbeit und Erwachsenenbildung im Dekanat, wenn er an den Gottesdienst in Booten auf dem Ammersee berichtet, mit dem die Kirchengemeinden Herrsching und Dießen-Utting an die Ziet erinnerten, als die Protestanten auf dem Land keine Gottesdienst feiern duften.

Als „fast ein Wunder“ bezeichnet Piper das Miteinander mit der katholischen Kirche während des Reformationsjubiläums. Begünstigt worden sei dies sicher durch die Freundschaft der katholischen Kardinals Reinhard marx mit dem evangelischen Landesbischof Heinrich Bedford-Strom, aber auch an der Basis sei eine „erstaunliche Zusammenarbeit“ erfolgt, etwa beim Christusfest in Weilheim. Jetzt sei die Frage: Wie geht es weiter mit der Ökumene? Wie kann eine „versöhnte Verschiedenheit“ erreicht werden?

Der Reformationstag

wird im Dekanat mit Festgottesdiensten, Aktionen und Konzerten gefeiert. In Weilheim gibt es dazu am Montag, 30. Oktober, 19 bis 23 Uhr, und und Dienstag, 31. Oktober, von 18 bis 22.30 Uhr, eine Lichtinstallation an der Apostelkirche.

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