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Der 5G-Ausbau im Landkreis Weilheim-Schongau läuft.
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Der 5G-Ausbau im Landkreis Weilheim-Schongau läuft.

Neuer Mobilfunkstandard

5G-Ausbau im Landkreis Weilheim-Schongau: Telekom wehrt sich gegen ÖDP-Brief

  • Sebastian Tauchnitz
    vonSebastian Tauchnitz
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Der ÖDP-Kreisverband Weilheim-Schongau hat in einer Pressemitteilung deutlich Position gegen den vor allem von der Telekom massiv betriebenen 5G-Ausbau in der Region bezogen. Nun meldet sich der Kommunikationsriese mit einer Entgegnung.

Landkreis – „Es ist richtig, wir treiben den 5G-Ausbau im Landkreis voran. Wir betreiben das größte 5G-Netz in Deutschland. Und darauf sind wir stolz“, schreibt Telekom-Pressesprecher Markus Jodl in seiner Reaktion auf unseren Bericht zur ÖDP-Kritik. 5G sei eine dringend benötigte Weiterentwicklung im Mobilfunk. Wie wichtig eine moderne Telekommunikationsinfrastruktur für unser Land sei, zeige gerade die Corona-Krise in aller Deutlichkeit.

Die Aussage von Agnes Edehofer zum Thema „Risikovorsorge“ sei „schlicht falsch“, meint Jodl im Namen der Telekom. Das Bundesamt für Strahlenschutz und das Bundesumweltministerium hätten die 5G-Technologie bewertet und seien zu dem Schluss gekommen, dass es keinen grundsätzlichen Unterschied zwischen elektromagnetischen Feldern bisheriger Mobilfunknetze und denjenigen von 5G-Sendeanlagen gebe. „Nach dem aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand gehen von den elektromagnetischen Feldern, unabhängig von der genutzten Technik, bei Einhaltung der Grenzwerte keine gesundheitlichen Risiken aus“, so Jodl.

Telekom zur ÖPD-5G-Kritik: „Mobilfunk ist gesundheitlich unbedenklich“

Scheinbar habe die ÖDP-Kreisvorsitzende Edenhofer ein Problem, die Gesetzeslage zu akzeptieren, wenn sie behaupte, dass die Grenzwerte zu hoch seien. Die Grenzwerte in Deutschland würden auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen von Fachgremien basieren. „Diese überprüfen fortlaufend den wissenschaftlichen Kenntnisstand. Ihr Fazit ist: Der Mobilfunk ist, bei Einhaltung der geltenden Grenzwerte, gesundheitlich unbedenklich. Und diese Aussage schließt Kranke, Schwangere und Kinder ausdrücklich ein.“

Deutlich spricht sich Jodl gegen die Darstellung der ÖDP in der Frage aus, inwiefern private Hausnutzer für mögliche mobilfunkverursachte Schäden haftbar gemacht werden können, wenn sie den Netzbetreibern erlauben, Sendestationen in ihren Häusern oder auf ihren Grundstücken zu installieren. „Dazu zitiert die ÖDP eine Entscheidung des Amtsgerichts München“, schreibt Jodl. Was aber nicht erwähnt werde, sei der Umstand, dass dasselbe Amtsgericht folgende Feststellung getroffen habe: „Allein die Befürchtung, das heißt die subjektive Vorstellung der Beklagten, Gesundheitsschäden durch den Betrieb der Mobilfunkantenne zu erleiden, reicht aber nicht aus, um einen Mangel anzunehmen.“ Jodl liefert auch das passende Aktenzeichen zum Urteil vom 19. Juli 2002 mit: 433 C 2781/02.

Telekom zur ÖDP-5G-Kritik: „Energieverbrauch pro übertragenem Datenvolumen sinkt“

Ebenfalls falsch seien die Aussagen, die zum Thema „Versicherung“ getroffen werden. Die Deutsche Telekom unterhalte ein Haftpflicht-Versicherungsprogramm, das die Risiken des Geschäftsbetriebs des Konzerns passend versichert, so der Pressesprecher.

Ebenfalls falsch sei die Aussage, der Energieverbrauch steige durch 5G. Die Mobilfunknutzung trage zwar zum Stromverbrauch bei. „Das stellt niemand in Abrede“, schreibt Jodl. Die Verantwortung dafür trage aber jeder einzelne. Durch 5G werde der Energieverbrauch pro übertragenem Datenvolumen aber sogar sinken. Auch hier zeige sich, dass 5G keine „neue Technik“ sei, die komplett neu bewertet werden muss, sondern eine Weiterentwicklung im Mobilfunk.

Telekom zur ÖDP-5G-Kritik: „Alter Kampf gegen Mobilfunk wird neu belebt“

Agnes Edenhofer und ihre Partei würden versuchen, den 5G-Ausbau dazu zu nutzen, „um ihren alten Kampf gegen den Mobilfunk neu zu beleben“, schreibt Jodl. Die Welt habe sich aber in den vergangenen 20 Jahren deutlich verändert. Mobilfunk sei aus dem Leben der Menschen nicht mehr wegzudenken – privat und beruflich.

„Und noch eins“, schreibt Jodl zum Abschluss: Zwei Drittel aller Notrufe, die heutzutage eingehen, würden über Mobilfunk gemacht. „Anstatt immer nur über ab-strakte Gefahren zu spekulieren, sollten wir uns den tatsächlichen, täglich erfahrbaren Nutzen von Mobilfunk vor Augen führen. Mobilfunk rettet Leben – jeden Tag“, schreibt er zum Abschluss seiner Ausführungen.

Telekom nennt Zahlen zur Mobilfunknutzung im Landkreis Weilheim-Schongau

Pro Tag werden nach Aussage der Deutschen Telekom im Landkreis 155 000 Gespräche über das Netz der deutschen Telekom geführt. Wie viele davon bereits über das neu ausgebaute 5G-Netz geführt werden, konnte Pressesprecher Markus Jodl allerdings nicht genau sagen. Unklar ist auch, wie viele 5G-fähige Geräte im Landkreis bereits im Einsatz sind – allzu viele dürften es nicht sein, wurden doch bisher bundesweit gerade einmal rund 500 000 Geräte verkauft. Das werde sich aber schnell ändern, wenn mehr als drei Geräte auf dem Markt sind, so Jodl. Der Bedarf sei da: Im Landkreis Weilheim-Schongau würden über das Telekom-Mobilfunknetz pro Tag rund fünf Terabyte an Daten übertragen.

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