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  In Weilheims Oberer Stadt werben die meisten Kandidaten mit einem Bild von sich um die Gunst der Wähler. 

bundestagswahl 2017

6000 Weilheimer wählten schon vorher

Nichts geht mehr, das gilt am Sonntag um 18 Uhr, wenn die Türen der elf Weilheimer Wahllokale schließen. Für die rund 160 Wahlhelfer heißt es dann: zählen, zählen, zählen... Rund 6000 Weilheimer haben ihre beiden Kreuzchen schon vor dem Wahltag gemacht.

Weilheim – An den Wahlplakaten, die quer durch die Stadt um Aufmerksamkeit buhlen, nagt bereits der Zahn der Zeit. Einige wurden beschmiert, andere blättern von den großen Tafeln ab. Ende September müssen sie wieder abgenommen sein. Für die Stadt Weilheim dürfte das Thema „Bundestagswahl“ bis dahin aber abgeschlossen sein. Bis 20 Uhr sollen am Sonntag die Ergebnisse aus den Wahllokalen – dort werden die Stimmzettel per Hand ausgezählt – ins Rathaus durchgegeben sein, von wo sie für die Schnellmeldung in das Landratsamt übermittelt werden. Dies erfolgt elektronisch und per Fax.

Bis gegen 22 Uhr werden die Stimmzettel im Einwohnermeldeamt des Rathauses nochmals für eine zweite Meldung an das Landratsamt überprüft. Am Montag dann, so Ordnungsamtschef Andreas Wunder, der auch Wahlleiter der Stadt ist, erfolgt eine dritten Überprüfung. Danach werden alle Unterlagen ins Landratsamt gebracht.

Die rund 160 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer werden an diesem Tag um eine Pauschale von 40 Euro reicher sein und überlegen, wann sie sie ihre am Wahltag angefallenen Überstunden abbummeln. Wahlhelfer zu finden war laut Wunder in Weilheim nicht schwer. „Das lief sehr gut“, sagte er am Freitag. Und das, obwohl die sonst fest eingeplanten Sparkassen-Mitarbeiter heuer nicht kommen konnten. Wegen der an diesem Wochenende anstehenden technischen Fusion der „Sparkasse Oberland“ waren sie unabkömmlich. In jedem Wahllokal sind sechs Wahlhelfer vorgeschrieben, „wir haben aber sieben bis acht, falls jemand krank wird“.

Die meisten Wahlhelfer sind Beschäftigte von Behörden. Sie arbeiten in den elf Wahllokalen und den sieben Briefwahlbezirken, wobei alle Briefwahlunterlagen in der Stadthalle ausgewertet werden. Die Zahl Letzterer hat sich in den vergangenen Jahren stark erhöht. „Früher hatten wir vier Briefwahlbezirke“, so Wunder. Seinen Worten nach hatten sich bis Freitag knapp 6000 der über 16 000 Wahlberechtigten für die Briefwahl entschieden.

gre

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