Der Startschuss für die Abiturprüfungen an der FOS/BOS in Weilheim ist am gestrigen Donnerstag gefallen.
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Der Startschuss für die Abiturprüfungen an der FOS/BOS in Weilheim ist am gestrigen Donnerstag gefallen.

Gestern begann die Prüfungszeit mit dem Fach Deutsch

Abitur stellt FOS/BOS organisatorisch vor „Riesen-Aufwand“

  • Franziska Florian
    VonFranziska Florian
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Für die Abschlussschüler der FOS/BOS Weilheim ist es endlich so weit: Gestern haben sie die erste Prüfung für das Fachabitur (12. Klasse) respektive das allgemeine Abitur (13. Klasse) in Deutsch geschrieben. Leicht war das für keinen der 253, wie Schulleiter Christian Dick sagte.

Die Schüler, die heuer das Abitur machen, hatten bereits vergangenes Jahr einiges erlebt. Vom Präsenzunterricht hin zum Distanzunterricht und weiter zum Wechselunterricht – und heuer ging es so weiter. Dazu kam die Testpflicht für den Unterricht vor Ort. Da hat aber alles gut geklappt, wie Dick sagte. „Wir hatten keine Testverweigerer und nur einen einzigen positiven Fall. Das ist wirklich sehr wenig.“

Keine Schnelltests für Abiprüfungen erforderlich

Für die Abiturprüfungen müssen sich die Schüler nicht testen lassen. Das hat das Kultusministerium unter Minister Michael Piazolo beschlossen. Die FOS/BOS Weilheim wollte ihren Abiturienten aber trotzdem die Möglichkeit geben, sich freiwillig zu testen. „Sieben Schüler haben das Angebot angenommen“, so Schulleiter Dick. Dafür bekommen sie aber auch einen Vorteil ihren Mitschülern gegenüber: Sie schreiben ihre Prüfungen in einem extra Raum, der sich nahe der Aula und damit auch unmittelbar beim Eingang befindet. „So haben sie kurze Laufwege“, wodurch die Schüler weniger anderen begegnen und die Ansteckungsgefahr minimieren.

Doch nicht nur der Klassenraum für die Getesteten und die Sporthalle sind mit den Prüflingen besetzt: „Wir haben hundert Prozent Auslastung – sowohl bei den Räumen als auch bei den Lehrkräften“, erklärte Dick. In jedem Klassenzimmer müssen mindestens zwei Lehrkräfte als Aufsicht sitzen, dazu kommen die Aufsichten auf den Gängen.

Abitur unter diesen Bedingungen bewundernswert

„Für uns war das organisatorisch ein Riesen-Aufwand.“ Denn nicht nur die Räume und das Personal mussten eingeteilt werden. Auf dem Boden wurden Laufwege definiert, damit sich die Schüler so wenig wie möglich begegnen und alles nach den Corona-Regeln abläuft. Dazu kommt, dass auch die Lehrkräfte der 11. Klasse für die Prüfungsaufsichten gebraucht werden und dadurch nicht unterrichten können. „Die Schüler sind während dieser Zeit im asynchronen Distanzunterricht“, sagte Dick. Das heißt, sie bekommen Material, das sie selbstständig abarbeiten müssen.

Für die Abschlussschüler ist das Abitur in Corona-Zeiten eine Herausforderung. „Unter diesen Bedingungen ist es sehr anspruchsvoll. Das muss man wirklich bewundern und wertschätzen“, meinte Dick. Und wie sehen die Schüler die derzeitige Situation? „Ich habe in Gesprächen gemerkt, dass sie sich freuen und froh sind, ihr Abitur machen zu können“, so der FOS/BOS-Leiter. Denn das Schlimmste für die Schüler sei die Ungewissheit gewesen, ob es heuer überhaupt Abiturprüfungen geben wird.

Zeugnisübergabe soll am 23. Juli stattfinden

Am heutigen Freitag, 11. Juni, geht es für die Abiturienten mit der schriftlichen Prüfung in der jeweiligen Ausbildungsrichtung weiter – entweder Betriebswirtschaft und Rechnungswesen, Pädagogik/Psychologie oder Biologie oder Physik. Am Montag findet noch die Prüfung in Englisch statt, am Dienstag in Mathe. Von 12. bis 13. Juli werden die mündlichen Prüfungen abgehalten.

Auch für die Zeugnisübergabe am 23. Juli haben sich Dick und sein Lehrer-Team schon Gedanken gemacht. In Dreier-Schichten sollen die Feierlichkeiten in der Weilheimer Stadthalle stattfinden. „Unsere Wunschvorstellung wäre, dass bis dahin circa 200 Personen im Innenraum gestattet sind. Dann könnten die Schüler auch einen Elternteil oder Angehörigen mitbringen“, so der Schulleiter. Für die Abiturienten wäre es jedenfalls wünschenswert, wenn die Schulzeit während der Corona-Pandemie einen würdigen und feierlichen Abschluss finden könnte, denn „sie haben viel geleistet“.

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