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Einem neuen Gewerbebau, nicht aber Betriebsleiterwohnungen auf diesem Areal im Trifthof stimmte der Weilheimer Bauausschuss in seiner Februar-Sitzung zu. Das geplante Gewerbegebäude soll dreistöckig sein. 

Weilheimer Bauausschuss

Absage für Wohnungen am Trifthof

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Der Weilheimer Bauausschuss stimmte  einem großen Gewerbeneubau im Trifthof zu.  Betriebswohnungen lehnte er aber ab.

Weilheim – Ein neuer, dreistöckiger Gewerbebau für bis zu zwölf neue Gewerbeeinheiten im Trifthof – 60 Meter lang, 25 Meter breit und zwölf Meter hoch: Gegen diese Pläne für das Grundstück Trifthofstraße 63b (gelegen zwischen dem Kino-/Kletterhallen-Komplex und „WTW“) hatte der Bauausschuss des Weilheimer Stadtrates in seiner Februar-Sitzung nichts einzuwenden. Was die Gebäudegröße betrifft, wurde dem entsprechenden „Antrag auf Vorbescheid“ der Grundeigentümerin mit großer Mehrheit zugestimmt. Nur CSU-Stadtrat Stefan Zirngibl votierte dagegen – weil kein Nutzungskonzept vorgelegt wurde, so seine Begründung.

Keine Chance hatte die Bauwerberin hingegen mit dem Wunsch, in dem geplanten Neubau mindestens sechs Betriebsleiterwohnungen zu schaffen. Solche Wohnungen sind im Gewerbegebiet nur ausnahmsweise möglich, erklärte das Stadtbauamt, Bedarf dafür müsse explizit nachgewiesen werden. Entsprechende Angaben aber fehlten im aktuellen Antrag – weshalb die Wohnungen einstimmig abgelehnt wurden.

„Gewerbliche Nutzung muss absolut im Vordergrund stehen“, argumentierte CSU-Stadtrat Klaus Gast, „wir dürfen uns da nicht austricksen lassen“. Und FW-Vertreter Walter Weber befand: „Das ist ein Versuch durch die Hintertüre, dem kann man so nicht zustimmen.“

Laut Stadtbauamt Weilheim gab es seitens der Eigentümerin in den vergangenen Monaten bereits „verschiedene Überlegungen“ für dieses Grundstück im Gewerbegebiet Trifthof. Unter anderem war Anfang 2016 wegen der Schaffung „einfacher Wohnungen für Asylbewerber“ angefragt worden.

Über den Neubau hinaus möchte die Antragstellerin auch im bereits bestehenden, von ihr selbst genutzten Gebäude auf dem Grundstück eine Betriebswohnung schaffen (im Dachgeschoss). Darüber „könnte man verhandeln“, meinte BfW-Stadtrat Rupert Pentenrieder – doch mit sechs zu drei Stimmen wurde auch diese Wohnung vom Bauausschuss abgelehnt.

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