Ausstellungsreifer Ersatzbau: Bei der Bilderschau im „Festivalstadel“ ist unter anderem ein Foto der Höllentalangerhütte zu sehen. 

Weilheim

Agenda weist den Holzweg

Den Holzweg weist der Agenda 21-Arbeitskreis „Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen“ mit der Ausstellung „Holzbau heute“, die von 10. November bis 8. Dezember im „Festival-stadl“ zu sehen ist. Zur Vernissage gibt es Musik von der „Eberfinger Alphorngruppe“.

Weilheim – Vor einem Jahr hat sich der Agenda 21 Arbeitskreis „Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen“ schon einmal damit beschäftigt, wie sich mit Holz bauen lässt – damals in Form eines Vortrages. „Das war eher theoretisch“, sagt Peer Prechtel, der Sprecher des Agenda 21 Arbeitskreises.Damit sich die Weilheimer ein Bild von den Möglichkeiten machen können, die Holz als Baumaterial bietet, folgt nun die Ausstellung „Holzbau heute – 4. Rosenheimer Holzbaupreis“, bei der laut Ankündigung „vorbildliche Holzkonstruktionen und hervorragende Projektbeispiele“ im „Festivalstadl“ an der Eisenkramergasse in Weilheim gezeigt werden.

Der „RosenheimKreis“ ist eine Gruppe von Architekten, Innen- und Landschaftsarchtitekten sowie Künstlern, die im Jahr 2016 zum vierten Mal einen Holzbaupreis vergeben haben. Damals wurden 76 Gebäude und Anbauten ins Rennen geschickt. Neben einer Jury aus Fachleuten gab es auch ein einen Publikumspreis. Bilder dieser Holzbauten zeigt der Agenda-Arbeitskreis nun ab kommenden Samstag im „Festivalstadl“.

„Der Anlass für diese Ausstellung sind die großen neuen Wohngebiete, die in Weilheim ausgewiesen wurden“, sagt Prechtel. Mit der Bilderschau sollten attraktive Anregungen gegeben werden, sich mit einer anderen Bauweise zu befassen. „Holz ist sehr vielseitig, ein finanzierbares Material, das stabil ist, nachhaltig und gut zu bearbeiten“, sagt Prechtel, der als Architekt gearbeitet hat. Es solle gezeigt werden, welche Möglichkeiten dieses Material bietet. Und tatsächlich ist die Bandbreite bei den ausgestellten Bildern groß: Sie reicht von einem Kinderhaus in Erding über den Ersatzbau der Höllentalangerhütte in Grainau, über mehrere Einfamilienhäuser bis hin zur Bouderhalle in Stephanskirchen.

Wie vielseitig Holz ist, wird bei der Vernissage am Samstag auch akustisch verdeutlicht. Die „Eberfinger Alphorngruppe“ bringt ihre Holzblasinstrumente zum Klingen. Zudem gibt es einführende Worte von Prechtel als Sprecher des Agenda 21-Arbeitskreises, von Sven Grossmann, dem Architekten, Stadtplaner und Vorsitzenden des „RosenheimKreises“ und von der Vorsitzenden des Weilheimer Kunstforums Susanne Kohler.

Weil die Bilder der Holzbauten auf Balken im „Festivalstadl“ stehen, können die Wände für eine Ausstellung von Bildern der Weilheimer Künstler Reiner Heidorn und Beate Oehmann genutzt werden. Die erste Hälfte der Ausstellung werden Heidorns Werke zu sehen sein, in der zweiten Oehmanns.

Die Ausstellung „Holzbau heute – 4. Rosenheimer Holzbaupreis“ wird von Samstag, 10. November, bis Samstag, 8. Dezember, im „Festivalstadl“ an der Eisenkramergasse in Weilheim gezeigt. Öffnungszeiten: donnerstags 18 bis 20 Uhr, freitags und samstags 11 bis 14 Uhr. Die Ausstellung wird am kommenden Samstag, 10. November mit Reden und Musik der „Eberfinger Alphorngruppe“ eröffnet.

Kathrin Hauser

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