Die Vertreter der Flyeraktion auf einer Wiese mit Kuh Lady Gaga und Hund Ares
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Freuen sich über die gemeinsame Aktion: (v.l.) Landrätin Andrea Jochner-Weiß, Nicole Spichtinger vom Hundeverein „Lustige Hunde Maxkron“, Weilheims Ortsbäuerin Regina Andrä mit Hund Ares und Kuh Lady Gaga, stellvertretende Kreisbäuerin Maria Lidl, Kreisbäuerin Christine Sulzenbacher und BBV-Geschäftsführer Thomas Müller.

Flyer sollen helfen

Aktion gegen Hundehaufen in Wiesen - Hundehass soll dadurch verringert werden

  • Franziska Florian
    vonFranziska Florian
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Der Bayerische Bauernverband (BBV), das Landratsamt Weilheim-Schongau und der Hundeverein „Lustige Hunde Maxkron“ haben gemeinsam eine Idee entwickelt, wie sie den Hundehass reduzieren können. Auch die Landwirte sollen damit besänftigt werden. Die Rede ist von Hundekotflyern.

  • Immer wieder sorgen Hundehaufen auf Wiesen für Ärger bei Landwirten
  • Aber auch andere Hundehalter sind davon nicht begeistert
  • Deswegen wurde eine Flyeraktion ins Leben gerufen

Landkreis – Hundekot sorgt nicht nur bei Landwirten für Unmut. Auch andere Hundebesitzer ärgern sich, wenn jemand die Häufchen – mit oder ohne Tüten – einfach liegen lässt. „Ich nehme jeden Tag Kotbeutel von anderen mit, wenn ich mit meinen Hunden spazieren gehe“, sagt Nicole Spichtinger, Vorsitzende des Hundevereins „Lustige Hunde Maxkron“. „Ich spreche auch andere Hundebesitzer darauf an, wenn sie die Häufchen nicht wegmachen wollen. Die fühlen sich dann schon auch ertappt“, erklärt Spichtinger.

Hundehass kommt von Kot und herumliegenden Kotbeuteln

Denn vor allem vom Kot und den herumliegenden Kotbeuteln würde der Hundehass kommen. Die Hinterlassenschaften der Hunde liegen oft auch auf Wiesen, auf denen Kühe grasen. „Für die Tiere kann das im schlimmsten Fall tödlich enden, wenn sie Hundekot mitfressen“, sagt Christine Sulzenbacher, Kreisbäuerin des Bayerischen Bauernverbandes (BBV). Um auf die Situation aufmerksam zu machen, hat der BBV-Kreisverband Weilheim-Schongau eine Flyeraktion initiiert. „Wir sind nicht gegen Hunde, sondern gegen den Kot“, erklärt Spichtinger.

Von der Aktion versprechen sich die Beteiligten, dass die Landwirte weniger Probleme haben und der Hundehass abnimmt. Man wolle Hundehalter sensibilisieren und an das Verständnis der Menschen appellieren. Auf die Frage, ob die Situation mit den Hundehaufen wirklich so schlimm ist, dass sogar Flyer gedruckt werden müssen, antwortet Sulzenbacher eindeutig mit „Ja“.

Flyer werden verschickt, liegen aber auch aus

„Der Flyer wird mit dem Hundesteuerbescheid verschickt“, erklärt Landrätin Andrea Jochner-Weiß beim Termin in Weilheim. Sie finde die Flyeraktion sehr gut. „Deswegen haben wir als Unterstützung den Druck der ersten 5000 Flyer sowie die Gestaltung übernommen“, so Jochner-Weiß.

Auch in den Rathäusern, den Hundeschulen sowie beim BBV und im Landratsamt werden die Flyer ausliegen. „Wir sind auch über das Landratsamt in Kontakt mit den Tourismusverbänden, um die Flyer an Urlauber zu verteilen“, sagt Maria Lidl, stellvertretende Kreisbäuerin.

Wieso immer wieder Kottüten liegen gelassen werden, kann sich Spichtinger, die selbst drei Hunde hat, nicht wirklich erklären. „Eventuell spielt da auch Faulheit eine Rolle.“ Denn Abfalleimer für die Tüten gibt es ihrer Meinung nach genug.

Kommunen sind offen gegenüber neuen Abfalleimern für Kottüten

Zudem seien die Kommunen sehr offen gegenüber neuen Kottütenbehältern. „Ich habe bisher die Erfahrung gemacht, dass dann ein neuer aufgestellt wurde, wenn man sagt, da und dort wird ein Abfalleimer benötigt“, so die Vorsitzende des Hundevereins.

Der BBV-Kreisverband will mit der Zusammenarbeit mit den „Lustigen Hunden Maxkron“ zeigen, dass alle an einem Strang ziehen und nicht gegeneinander arbeiten. „Wir sind bei Frau Spichtinger auf offene Ohren gestoßen. Das hat uns sehr gefreut“, sagt Lidl.

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