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Zur Brotzeit eingeladen waren die Schüler (v.v.l.) Vincent Wobbe, Robin Kuspert, Hannah Demmel, Thomas Reiter, Lara Kastner, Ella Musa, My Nguyen und Justin Lößner von der Kreisverkehrswacht. Nicht im Bild Michelle Bocksberger. Ihren Dank für das Engagement der Realschüler brachten zum Ausdruck (h.v.l.): Karin Fritsch, 2. Bürgermeister Horst Martin, Georg Off, Brigitte Holeczek, Eugen Pogorel, Guido Grosam (Verkehrswacht) und Peter Pickal. 

Aktion „Geh Weida, steig ab!“

Mehr Radler schieben dank Realschülern

Realschüler klärten  mit Erfolg über die Verkehrsregeln in der Weilheimer Fußgängerzone auf. Immer mehr Radler steigen jetzt ab und schieben.

Weilheim – So einiges erlebt haben neun Schülerinnen und Schüler der Weilheimer Realschule in den vergangenen Monaten. Die 14- bis 18-Jährigen, die sich bereits als Schülerlotsen engagieren, setzten sich zwischen Januar und Juni für mehr Verkehrssicherheit in der Weilheimer Fußgängerzone und auf den Gehwegen ein. Sie sprachen Radfahrer in der Innenstadt auf Initiative der Kreisverkehrswacht im Rahmen der Aktion „Geh weida, steig ab!“ an, um sie darauf hinzuweisen, dass sie dort nicht radeln dürfen. „Es war schwieriger als gedacht, aber hat trotzdem etwas gebracht“, sagte Georg Off von der Verkehrswacht, der die jungen Leute zu einer Brotzeit eingeladen hatte.

Insgesamt konnten die Realschüler und ihre Lehrerin Karin Fritsch viel Positives über die Aktion berichten. 173 Stunden waren die Jugendlichen ehrenamtlich im Einsatz. Unterstützt wurden sie dabei von verschiedenen Stellen wie der Verkehrswacht, der Stadt und der Polizei. „Die meisten Radfahrer haben sehr positiv auf die Aktion reagiert und zeigten Verständnis dafür“, berichtet der Neuntklässler Thomas Reiter aus Weilheim. Der Schüler hat extra für die Aktion eine Handy-App entwickelt, mit der die Jugendlichen eine Statistik über den Erfolg der Aktion angelegt haben. In der Anwendung auf dem mobilen Gerät konnten die Schüler festhalten, ob die Radfahrer ihr Rad in der Innenstadt geschoben haben oder ob sie gefahren sind. Und sie konnten auch festhalten, ob sie, nachdem sie von den Schülern angesprochen worden waren, wieder aufgestiegen oder ihr Rad durch die Innenstadt schoben.

In der Statistik zeigt sich ein klarer Trend, der für den Erfolg der Aktion spricht: Im ersten Messzeitraum von Januar bis Mitte Februar haben knapp 51 Prozent der Radler in der Fußgängerzone geschoben. Im zweiten Messzeitraum waren es gut 61 Prozent. Vor allem älteren Radler hätten mit Unverständnis reagiert. „Dabei wurde die Aktion speziell für Senioren durchgeführt, damit diese in der Stadt nicht von Radlern zusammengefahren werden“, sagte der Schüler Vincent Wobbe.

Vereinzelt seien die Schüler, die in Dreiergruppen unterwegs waren, sogar angefeindet worden. „Doch insgesamt sind wir zufrieden mit der Aktion. Wir glauben, es hat was gebracht“, ergänzte der Schüler.

Einen ähnlichen Trend beobachtet auch die Stadt, wie Stadträtin und Seniorenreferentin Brigitte Holeczek berichtet: „Euch vielen Dank. Es hat was gebracht. Jetzt kann keiner mehr sagen, er wisse nicht, dass man in der Fußgängerzone nicht radeln dürfe.“ Zukünftig wird auch vermehrt von der Polizei in der Innenstadt kontrolliert.

„Vereinzelt hat es schon Strafzettel für Radfahrer in der Fußgängerzone gegeben“, berichtet Eugen Pogorel von der Polizei. Zum Abschluss der Brotzeit sagte Holeczek, dass die Stadt die Schüler zum Dank auch noch zum Eisessen einladen werden.

Jonas Regauer

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