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Ernte auf dem „Sonnenacker“: Das soll in Zukunft nicht nur in Weilheim, sondern auch bei Raisting möglich sein. 
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Dr. Brigitte Honold wirbt  für das „Sonnenäcker“-Projekt.

Aktuelles Interview mit Dr. Brigitte Honold

„Sonnenäcker sind ein wunderbarer Erfahrungsraum“

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„Sonnenäcker“, auf denen Hobbygärtner zum Beispiel Salat, Karotten und Kräuter anbauen können, bietet die Solidargemeinschaft „Weilheim-Schongauer Land“ seit mehr als zehn Jahren an. Heuer soll bei genügend Interesse ein Anbaubereich in Raisting hinzukommen.  Im Interview erklärt Dr. Brigitte Honold,  Vorsitzende der Solidargemeinschaft,  wie es  um das Projekt bestellt ist.

Es ist ein neuer „Sonnenacker“ in Raisting geplant. Warum gerade dort, und wo soll der Standort sein?

Eine Anbauerin aus Raisting, die bisher in Weilheim angebaut hat, hat sich darum bemüht einen Ackerstandort in Raisting zu finden und war mit ihrem Anliegen bei Bürgermeister Martin Höck erfolgreich. Die Gemeinde wird in der Nähe des Friedhofs eine Fläche zur Verfügung stellen, wenn sich genügend Interessierte melden.

Wie viele „Sonnenäcker“ gibt es bisher, und wie viele Menschen haben Sie im vergangenen Jahr genutzt?

Bisher gibt es im Bereich von „Weilheim-Schongauer Land“ drei „Sonnenäcker“ in und rund um Weilheim: am Prälatenweg, an der Hardtschule und den Bio-Acker bei den Obstbäumen (in der Gemarkung Oderding). Insgesamt haben letztes Jahr circa 55 Anbauer das „Sonnenäcker“-Projekt genutzt. Dabei sind die Familienmitglieder, die Asylbewerber, die im Rahmen des Projekts „ZusammenWachsen“ mit dabei waren, und die Schüler und Schülerinnen der Wilhelm-Conrad-Röntgen-Mittelschule Weilheim, die immer mitmachen, noch gar nicht mitgerechnet.

Welche Veränderungen stehen in diesem Jahr außer dem neuen Acker in Raisting an?

Der Acker bei der Hardtschule, den wir seit letztem Jahr direkt von der Stadt Weilheim gepachtet haben, wird heuer nur zu Hälfte an Anbauer weiterverpachtet. Die andere Hälfte wird mit Gründüngung eingesät, damit sich der Boden erholt und verbessert.

Können Sie ganz kurz die Idee der „Sonnenäcker“ nochmals erläutern? Hat sich daran etwas im Lauf der Zeit geändert?

„Sonnenäcker“ bieten einen wunderbaren Erfahrungsraum: Säen, wachsen, ernten – das Erleben des Jahreskreises in der Natur ist von großem Wert und sensibilisiert für die Zusammenhänge in der Natur, für saisonale Kreisläufe und für den Wert eines Lebensmittels. Auf einem von den Bauern vorbereiteten circa 100 Meter langen Bifang (Kartoffeldamm) oder auch auf der Hälfte können die Hobbygärtner gegen eine Pacht pro Saison einjähriges Gemüse, Salat, Kräuter, Blumen und einiges mehr anbauen. An diesem Prinzip hat sich seit Beginn des Projekts nichts geändert.

Sind von den Anbauern der ersten Stunde noch welche aktiv?

Da müsste ich konkret nachschauen. Auf jeden Fall gibt es ganz viele Anbauer, die schon sehr lange mit Begeisterung dabei sind, zum Beispiel seit vielen Jahren die 7. Klassen der Wilhelm-Conrad-Röntgen-Mittelschule.

Was wünschen Sie sich für die „Sonnenäcker“ für die Zukunft?

Ich wünsche mir, dass die „Weilheim-Schongauer Land“-Solidargemeinschaft dieses Projekt noch lange anbieten kann. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass wir die Äcker dankenswerterweise von den Landwirten zur Verfügung gestellt bekommen. Und auch ohne die ehrenamtlich arbeitenden „Sonnenäcker“-Beauftragten geht es nicht.

Anmeldungen

für die „Sonnenäcker“-Saison 2018: für den Acker in Raisting unter 08807/946198, ansonsten untersonnenacker.weilheim@googlemail.com. Die Pacht für einen Bifang liegt bei 48 Euro.

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