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Yvonne Brosch spielt kommenden Samstag zweimal im Stadttheater. 

Aktuelles Interview  mit Yvonne Brosch

„Ein beglückendes Geben und Nehmen“

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Die Boulevardkomödie „Sechs Tanzstunden in sechs Wochen“ von Richard Alfieri ist kommenden Samstag, 3. Juni, zweimal im Weilheimer Stadttheater zu sehen. Dabei kommen die Schauspieler Yvonne Brosch und Ansgar Wilk dem Publikum ungewohnt nahe. Das sitzt in der Reihe „Stadttheater im Off“ nämlich mit auf der Bühne. Wie sie das findet, erklärt Brosch im Interview.

Wie ist das für Sie als Schauspielerin, wenn das Publikum mit auf der Bühne sitzt?

Das ist wunderbar! Gerade bei diesem Stück ist es ein solches Geben und Nehmen zwischen Schauspieler und Publikum, das ist beglückend.


Dass da kaum zwei Meter Abstand zur ersten Reihe ist, das stört Sie nicht?

Nein, das stört überhaupt nicht – denn ehrlich sein muss man in einem großen Haus genauso wie in einem kleinen Haus. Aber natürlich sehen die Leute, wenn sie so nahe sitzen, jedes kleine Zucken um den Mund...


Könnte man ein Stück wie „Sechs Tanzstunden in sechs Wochen“ auch auf „großer Bühne“ spielen? 

Es ist schon auf großen Bühnen gespielt worden. Aber da muss man ganz anders arbeiten, zum Beispiel eine richtige Luxuswohnung aufbauen. Für das Stück ist das aber eigentlich nicht wichtig. Und ich finde, gerade in der Reduzierung liegt der Reiz. In dieser Komödie geht es ums Älterwerden, um Einsamkeit, um Beziehung – da ist die Nähe zwischen Schauspielern und Publikum wichtig.

Das Stück wird als „bitterkomisch“ und „leichtfüßig“ angekündigt. Können Sie das näher erklären?

Es hat manchmal einen bitterbösen Wortwitz, die beiden pfeffern sich am Anfang ganz schön an. Ich will da aber gar nicht zu viel verraten... Und die Leichtfüßigkeit ergibt sich aus den Tänzen, die das Bindeglied sind und dafür sorgen, dass die beiden sich immer wieder näher kommen.

Sie sind in dieser Inszenierung also auch als Tänzerin gefordert. Fällt Ihnen das leicht?

Das fällt mir nicht schwer. Und es geht ja nicht darum, Europameister im Tanzsport zu werden. Das Schwere ist eigentlich, dass wir beim Tanzen immer reden müssen. Wir müssen also auch aufpassen, dass der, der spricht, nicht gerade mit dem Rücken zum Publikum tanzt...

Entstanden ist diese Produktion fürs „Hoftheater Bergkirchen“. Was für eine Bühne ist das?

Ein kleines Theater mit rund 90 Plätzen in der Nähe von Dachau. Vom Spielplan her ist es aber keine Off-Bühne, sondern ein Theater mit richtig großem Angebot. Es ist feste Spielstätte der „Neuen Werkbühne München“, die viele Gastspiele an Schulen gibt – übrigens auch immer wieder im Weilheimer Stadttheater, etwa für die FOS/BOS.

Sie spielen „Sechs Tanzstunden in sechs Wochen“ am Samstag gleich zweimal hintereinander – ein Riesen-Kraftakt, oder?

Ach, das ist man gewohnt. Früher, als Anfänger, hatte man oft drei Vorstellungen am Tag: ein Märchen am Vormittag, eins am Nachmittag, dann das Schauspiel am Abend...

Wie entspannen Sie sich dazwischen?

Bei zwei Vorstellungen um 18 und um 20 Uhr bleibt wirklich keine Zeit, eine Runde spazieren zu gehen. Da zieht man sich kurz um und trinkt vielleicht einen Kaffee, das ist ja auch schon entspannend.

Aber danach gehen Sie dann nicht mehr tanzen, oder?

Wenn’s was gäbe für uns alte Leute, würd’ ich das schon machen. Nur find’ da mal was... Aber nach zwei Vorstellungen ist man doch so aufgekratzt, dass man zumindest noch ein Glaserl Wein trinken geht.

Die Aufführungen

von „Sechs Tanzstunden in sechs Wochen“ beginnen kommenden Samstag, 3. Juni, um 18 und um 20 Uhr. Karten: Veranstaltungsbüro im Rathaus sowie unter der Ticket-Hotline 0152/565 70 359.

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