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Freuen sich über die Eröffnung der „Akutgeriatrie“: (von links) Thomas Lippmann, Anna Ertl (Pflegedienstleiterin), Dr. Nushin Utmishi-Mühle, Sebastian Mühle, Andrea Jochner-Weiß, Logopädin Franziska Leipold-Piffka. 

Weilheimer Krankenhaus

„Akutgeriatrie“ mit 20 Betten eröffnet

Am Dienstag hat die „Akutgeriatrie“ am Weilheimer Krankenhaus eröffnet, die 20 Betten bietet. Chefarzt der neuen Abteilung ist Sebastian Mühle, der bereits die Akutgeriatrie in Schongau leitet.

Weilheim – Das neue Angebot der „Akutgeriatrie“ am Weilheimer Krankenhaus richtet sich an alte Menschen, die akut erkrankt sind oder waren und deswegen andere Beschwerden oder Gebrechen entwickelt haben. Die Patienten sind entweder hoch betagt, das heißt über 80 Jahre alt oder über 70 Jahre alt und mit mehreren Krankheiten belastet.

Vorgesehen ist, dass die Patienten rund zwei Wochen in der Abteilung bleiben. „Unser Wunsch ist es, jemanden, der von zu Hause kam, auch wieder nach Hause zu entlassen“, sagte Chefarzt Sebastian Mühle bei der Eröffnung der neuen Abteilung.

Mühle hat bereits während seiner Zeit als Assistenzarzt in der Geriatrie gearbeitet und ist diesem medizinischen Bereich treu geblieben. Vom ersten Tag an beginne in der „Akutgeriatrie“ eine Früh-Reha, bei der die Patienten mobilisiert werden sollen, so Mühle. Dabei sei es wichtig, die Angehörigen mit einzubeziehen, zum Beispiel bei pflegerischen Maßnahmen, erläuterte der Arzt.

Aus diesem Grund mache es auch Sinn, eine weitere „Akutgeriatrie“ im Landkreis zu eröffnen. „Die heimatnahe Versorgung ist ein ganz wichtiger Punkt in der Geriatrie“, sagte der Chefarzt. Die Strecke von Weilheim nach Schongau sei für Angehörige ab einem bestimmten Alter „fast unüberwindbar“.

In der „Akutgeriatrie“ soll eng mit den anderen Abteilungen am Weilheimer Krankenhaus zusammengearbeitet werden. Die Patienten werden psychologisch und seelsorgerisch betreut. Als Oberärztin betreut Dr. Nushin Utmishi-Mühle, die Ehefrau des Chefarztes, den Standort in Weilheim. Zudem kommt ein zusätzlicher Assistenzarzt in die neue Abteilung, in der speziell ausgebildete Pflegekräfte arbeiten.

Weilheim und Schongau bilden nun die beiden Standorte der Hauptabteilung. Die neue Abteilung, für die laut dem Geschäftsführer der Krankenhaus GmbH Thomas Lippmann „ein guter, mittlerer sechsstelliger Betrag in die Hand genommen wurde“, bedeute „eine deutliche Erweiterung der ärztlichen Versorgung in diesem Krankenhaus“, so der ärztliche Direktor der Klinik, Prof. Dr. Andreas Kneez.

Auch Landrätin Andrea Jochner-Weiß begrüßte das neue Angebot: „Wir haben das große Glück, dass durch die Modulbauweise Bettenkapazitäten frei werden.“ Die „Akutgeriatrie“ hat ihre Betten auf der internistischen Station sechs, die Kneez betreut, weshalb ein Teil der Betten, die bislang dort gestanden sind, nun im neuen Krankenhaus-Teil untergebracht wird.

Kathrin Hauser

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