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Ein dicker Baum fiel am Montag auf die B17 bei Hohenfurch.

Liveticker - ständig aktualisiert

Das stürmische Wetter geht weiter, der Liveticker auch: Feuerwehreinsätze und Zugausfälle

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  • Elke Robert
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  • Barbara Schlotterer-Fuchs
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  • Andreas Baar
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  • Wolfgang Schörner

Sturmtief „Sabine“ fegte heftig über den Landkreis Weilheim-Schongau. Die öffentlichen Schulen blieben geschlossen, in etlichen Gemeinden fiel der Strom aus, Züge fahren langsam wieder.

  • Die Deutsche Bahn nimmt langsam ihr Zugnetz im Werdenfels wieder in Betrieb.
  • Nach dem Sturm ist vor dem Sturm. Nachdem Sturmtief „Sabine“ am Montag den Landkreis Weilheim-Schongau kräftig durcheinanderwirbelte, hat der Deutsche Wetterdienst für den heutigen Tag eine erneute Unwetterwarnung herausgegeben. Sie gilt seit 10 Uhr und bis voraussichtlich 18 Uhr.
  • Die Schule findet dessen ungeachtet am Dienstag ganz normal statt.
  • In den ersten Ortschaften ist bereits die Stromversorgung ausgefallen.
  • Was außerhalb des Landkreises unterwegs ist, lesen Sie in unserem Bayernticker.


16 Uhr: Jetzt geht es Schlag auf Schlag: Der Zugverkehr zwischen Tutzing und Kochel wurde wieder aufgenommen, teilt die Bahn jetzt mit. Reisende zwischen München und Kochel müssen jedoch weiterhin in Tutzing umsteigen.

15.55 Uhr: Die Seeshaupter hat der Sturm hart getroffen: Weite Teile des Gemeindegebiets sind ohne Strom. Gegen 2.45 Uhr beschädigte „Sabine“ eine 20-kV-Stromleitung, teilt Bayernwerk mit. Vom Ausfall waren etwa 300 Haushalte in Holzmuehle, Jenhausen, Magnetsried betroffen. Das Unternehmen will „im Laufe des Tages“ die Kunden wieder versorgt haben. Im Weilheimer Hahnenbühel gab es ebenfalls eine Störung. Der Bereich wurde laut Bayernwerk provisorisch versorgt. 

15.45 Uhr: Der Zugverkehr zwischen München und Garmisch-Partenkirchen sowie zwischen Garmisch und Mittenwald wird laut Bahn wieder aufgenommen. Reisende von München in Richtung Mittenwald müssen jedoch in Garmisch-Partenkirchen umsteigen. Zwischen Tutzing und Kochel fahren immer noch keine Züge, heißt es aktuell. Es gibt weiter einen Schienenersatzverkehr. Teilweise kommt es zu Verzögerungen und Teilausfällen.

14.25 Uhr: Die Bahn erwartet die Streckenfreigabe der S6 zwischen Starnberg und Tutzing für 18 Uhr. Das gilt auch für den Regionalverkehr auf der Werdenfelsbahn. Im Werdenfelsnetz ist mittlerweile der Bereich von Tutzing bis Garmisch-Partenkirchen frei.

14 Uhr: In den frühen Morgenstunden gab es noch einmal etwa zehn kleinere Ausfälle innerhalb von Ortsnetzen in der Niederspannung, meldet die Lechwerke AG für den Raum Schongau. Betroffen gewesen seien aber nur wenige Haushalte in einzelnen Straßenabschnitten, die Stromversorgung sei in der Regel recht schnell innerhalb von maximal einer Stunde wieder hergestellt worden. Insgesamt seien im Bereich der LVN-Betriebsstelle Schongau rund 25 Mann seit den frühen Morgenstunden im Einsatz, um sturmbedingte Schäden an Leitungen zu reparieren, so Sprecher Ingo Butters.  Die Arbeiten dauern mindestens noch bis morgen.

13.40 Uhr: Die Weilheimer Feuerwehr hatte noch drei Sturmeinsätze. Kurz vor 5 Uhr ging es an den Trifthofanbinder. Dort ragte ein großer Ast in die Fahrbahn. Um 10.55 Uhr ging es wegen einer Baum-Meldung an die Staatsstraße Richtung Zellsee, ein Eingreifen war aber nicht mehr nötig. Kurz nach 11 Uhr wurde ein Sturmschaden in einem Garten an der Zöpfstraße abgesichert.

Die Weilheimer Wehr räumte am Trifthofanbinder die Straße.

13.20 Uhr: Der Zugverkehr zwischen Tutzing und Garmisch-Partenkirchen wird wieder aufgenommen und verkehrt im 60 Minuten-Takt. Das teilt gerade die Bahn mit. Es kommt jedoch noch teilweise zu Verzögerungen. Auch könne es kurzfristig zu Teilausfällen kommen. Zwischen München Hauptbahnhof und Tutzing müssen die Fahrgäste die S-Bahnen bis Starnberg nutzen. Zwischen Starnberg und Tutzing fahren Ersatzbusse. Der Zugverkehr zwischen Tutzing und Kochel ist immer noch nicht möglich, es gibt einen Schienenersatzverkehr. Auch die Züge zwischen Murnau und Oberammergau fahren wieder. Busse fahren noch zwischen Garmisch-Partenkirchen und Mittenwald.

13.05 Uhr: Gute Nachricht von der BRB: Der Zugverkehr zwischen Schongau und Weilheim läuft seit Montagabend, 20.30 Uhr, wieder normal. „Es verkehrt alles reibungslos“, so Sprecher Christopher Raabe. Allerdings gibt es noch Behinderungen hoch nach Augsburg: Zwischen Aichach und Raderdorf ist die Strecke dicht, es fahren fünf Taxis, teilt die BRB mit.

12.40: Die Stadt Penzberg teilt mit, dass die Sperrung der Birkenstraße ab sofort aufgehoben ist. Sowohl der Busverkehr als auch der Fahrverkehr und die Fußgänger können die Birkenstraße wieder durchgängig nutzen. Um 8 Uhr wurde auch die wegen eines Sturmschadens an einem Gebäude gesperrte Zweigstraße wieder geöffnet, heißt es beim Ordnungsamt. 

12.26 Uhr: Auch auf der Strecke zwischen Herzogsägmühle und Birkland war heute Vormittag wieder ein Einsatz: Ein großer Baum lag im Schongauer Wald quer über der Straße. Die Feuerwehr Birkland rückte aus. Die Straße war nur direkt vor Ort gesperrt, nicht komplett. Auf gleicher Straße waren schon tags mehrere Einsätze wegen umgefallener Bäume.

Einsatz an der Straße zwischen Birkland und Herzogsägmühle.

12 Uhr: Wegen einer großen Birke war am Dienstagvormittag die Feuerwehr Schongau in Einsatz: Der Baum am Kinderspielplatz beim Brahmsplatz stand schon recht schief und drohte auf die Straße zu kippen. Der Baum wurde durch gezielte Schnitte in einen freien Parkplatz gelegt. Damit spielende Kinder sich nicht verletzten, wurde das entstandene Loch wieder mit dem Wurzelstock verschlossen.

In Schongau räumte die Feuerwehr am Brahmsplatz eine Birke weg.

11.50 Uhr: Die Weilheimer Polizei hatte nach eigenen Angaben heute bislang nur einen Sturmeinsatz: Gegen 10 Uhr fuhr eine Streife zu einem Unfall an die B2 bei Polling raus, dort war ein Ast auf ein Auto gefallen. Laut Polizei gab es keine Verletzen.

11.20 Uhr: Die Feuerwehren kommen nicht zur Ruhe: Von etwa 3.30 Uhr bis gegen 11 Uhr gab es landkreisweit zwölf Alarme. Neun Wehren und rund 100 Aktive waren im Einsatz. Das meldet Kreisbrandrat Rüdiger Sobotta. Es mussten vor allem umgestürzte Bäume weggeräumt werden. Bislang kamen keine Personen zu Schaden.

10.40 Uhr: In den ersten Orten ist schon wieder der Strom ausgefallen.

10.35 Uhr: Auch die Deutsche Bahn hat eine Aktualisierung geschickt: „Im Werdenfelsnetz kann südlich von Weilheim (rund um Murnau, Garmisch-Partenkirchen) kein Zugverkehr stattfinden“. Behinderungen gab es im Pendlerverkehr auch in Richtung München. Zwischen Weilheim und Tutzing war Schienenersatzverkehr im Einsatz.  

Pendler brauchten auch am Dienstagmorgen wieder starke Nerven.

10.30 Uhr: Nach dem Sturm ist vor dem Sturm. Nachdem Sturmtief „Sabine“ am Montag den Landkreis Weilheim-Schongau kräftig durcheinanderwirbelte, hat der Deutsche Wetterdienst für den heutigen Tag eine erneute Unwetterwarnung herausgegeben. Sie gilt seit 10 Uhr und bis voraussichtlich 18 Uhr. Es besteht die Gefahr des Auftretens von Orkanböen der Stufe 3 bis 4. Hinweis des Deutschen Wetterdienstes: „Es sind unter anderem verbreitet schwere Schäden an Gebäuden möglich. Bäume können zum Beispiel entwurzelt werden und Dachziegel, Äste oder Gegenstände herabstürzen. Schließen Sie alle Fenster und Türen! Sichern Sie Gegenstände im Freien! Halten Sie insbesondere Abstand von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen. Vermeiden Sie möglichst den Aufenthalt im Freien!“

18.39 Uhr: Wer auf die Bahn angewiesen ist, um zur Arbeit zu kommen, sollte sich sicherheitshalber auch morgen noch auf Zugausfälle und Behinderungen einrichten. Wie die BRB mitteilt, werden in den Morgenstunden zunächst Erkundungsfahrten unternommen, bevor der normale Zugverkehr startet. Weiter ins Detail geht die Bahn nicht. 

16.41 Uhr: Die lokale Koordinierungsgruppe hat entschieden: Morgen findet in allen öffentlichen Schulen des Landkreises wieder ganz normal Unterricht statt.

15.54 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst hebt für den Landkreis Weilheim-Schongau die amtliche Unwetterwarnung vor Orkanböen auf.

Das Ordnungsamt Penzberg hat gerade einen Lageplan für die Sperrung und Umleitung der Birkenstraße veröffentlicht: rot markiert ist der Sperrbereich, grün die Umleitung für die Fußgänger.

15.45 Uhr: Die Stadt Penzberg teilt mit, dass die Birkenstraße im Bereich zwischen der Zufahrt zum ehemaligen Wellenbad und der Turnhalle sowie dem Säubach komplett gesperrt werden musste. Grund sind Bäume, die schon umgestürzt sind oder die umzustürzen drohen. Laut Ordnungsamt wird der Autoverkehr über die Seeshaupter Straße und die Wölflstraße umgeleitet. Dies gilt auch für die Stadtbusse. Deren Haltestelle Birkenstraße wird zur Einmündung Birkenstraße/Wölflstraße verlegt. Der Fußgängerverkehr, so das Ordnungsamt, werde auf einem Fußweg hinter der Landkreis-Sporthalle und der Container-Krippe umgeleitet. Die Erreichbarkeit der Grundschule sei momentan nur über die Zufahrt Wölflstraße/Birkenstraße gewährleistet. Noch unklar sei, teilte das Ordnungsamt mit, wann die Bäume entfernt werden können. Die Freigabe werde jedoch voraussichtlich nicht vor Dienstag, 11. Februar, um 12 Uhr erfolgen können.

15.23 Uhr: Die BRB meldet: Auf der Strecke Schongau – Geltendorf – Augsburg laufen die letzten Erkundungsfahrten. Die Strecke wird freigeschnitten. Danach „wird der Betrieb dort ebenfalls wieder aufgenommen“, heißt es.

Die Bilder vom Einsatz der ehrenamtlichen Rettungskräfte

15.12 Uhr: Schon morgens um 8 Uhr war im Gemeindebereich Rott beim Weiler Riedhof ein Strommast umgeknickt. Die Feuerwehr Rott rückte aus, um den Strommasten abzustützen, der Strom ist abgestellt, der Mast muss in den nächsten Tagen neu aufgestellt werden. Auch die Feuerwehr Apfeldorf war rasch am Einsatzort, konnte aber wieder umdrehen. Dort war bereits seit morgens um 5 Uhr eine Fahrzeugbesatzung im Feuerwehrhaus in Bereitschaft, wie Apfeldorfs Kommandant und Kreisbrandmeister Dominik Bauer berichtet. Bis auf eine Fahrbahnreinigung und einen umgestürzten Baum blieb es aber ruhig. „Sabine hat uns nur gestreift, Richtung Landsberg war es heftiger“, so Bauer.

14.50 Uhr:  Polizei und Feuerwehr in Penzberg haben um 14.30 Uhr eine Zwischenbilanz der Sturmschäden gezogen. Der stellvertretende Penzberger Feuerwehrkommandant Thomas Müller berichtet von 18 Einsätzen in Penzberg. Meist ging es dabei darum, Dachziegel und Bäume zu sichern. Die Feuerwehr ist seit 9.30 Uhr durchgehend im Einsatz mit rund 30 Feuerwehrleuten und sechs Fahrzeugen. Den größten Einsatz gab es am Vormittag am Schlossfeldweg. Dort stürzten drei Bäume auf zwei geparkte Autos. Der Penzberger Polizeichef Jan Pfeil schätzt den Schaden auf circa 6000 Euro. Verletzt wurde niemand.

Feuerwehr und Polizei mussten am Vormittag zudem die Zweigstraße in der Innenstadt sperren, weil der Wind bei einem Gebäude einen Teil des Daches - auf etwa zehn bis 15 Quadratmetern - abdeckt hatte. Die Sperrung erfolgte laut Polizei vorsichtshalber für den Fall, dass das Dach noch mehr Schaden nimmt. Der Penzberger Polizeichef berichtete bei seiner Zwischenbilanz am Nachmittag noch von weiteren Einsätzen. In Iffeldorf fiel ein Baum in eine Telefonleitung; die Iffeldorfer Feuerwehr konnte jedoch das Problem lösen, ohne dass die Leitung beschädigt wurde. Der Sturm fällte auch Verkehrszeichen. 

Auf der Iffeldorfer Seite der Autobahn-Unterführung wehte der Wind den großen Wegweiser zur A95 um. Im Nonnenwald in Penzberg stürzte laut Pfeil zudem ein Verkehrszeichen auf einen geparkten Pkw, was rund 300 Euro Schaden verursachte. An der Philippstraße in Penzberg durchschlug außerdem ein Holzbrett die Scheibe eines geparkten Pkw. Insgesamt bewertete der Polizeichef die Situation an dem stürmischen Tag als "nicht hochdramatisch".

14.30 Uhr: Schongaus Polizeichef Herbert Kieweg kann am frühen Nachmittag melden, dass Sturmtief „Sabine“ im westlichen Landkreis wohl eher zahm unterwegs ist: Es gibt bisher keine Verletzten und keine Unfälle. In der Polizeiinspektion sei alles ruhig, es habe kaum Meldungen gegeben, weil das meiste direkt an die Feuerwehr ging.

14.11 Uhr: Sturmtief Sabine meinte es ernst: Auf dem Hohen Peißenberg wurde gegen 11 Uhr einen Spitzenwert von 145 km/h gemessen. „Das ist voller Orkan“, heißt es beim Deutschen Wetterdienst. An den Messstationen in Altenstadt waren es 137 km/h und in Wielenbach immerhin noch 91 km/h. Der Sturm ist noch nicht vorbei. Weil immer noch eine Kaltfront und Schauer reindrücken, rechnet der Wetterdienst nachmittags mit weiteren Orkanböen – auch in den Niederungen. Auch wenn es derzeit etwas ruhiger ist - von Entwarnung kann noch nicht die Rede sein.

13.26 Uhr: Neues von den Behörden: Voraussichtlich gegen 17 Uhr tagt die Regionale Koordinierungsgruppe an der Regierung von Oberbayern – sie trifft eine Entscheidung, wie es am morgigen Dienstag mit dem Schulbetrieb in Oberbayern weitergeht. Dies sei abhängig von der aktuellen Wetter- und Warnlage für ganz Oberbayern, heißt es beim Schulamt im Weilheim. Wie zu erfahren war, kommt um 16.30 Uhr auch der Krisenstab am Landratsamt zusammen.

13.20 Uhr: Die BRM meldet, dass auf ihren Strecken Erkundungsfahrten und erste Betriebsaufnahmen wieder möglich sind. Allerdings bleibt die Strecke Schongau – Weilheim weiterhin wegen Bäumen im Gleis gesperrt.

12.36 Uhr: Der Sturm hat in Sachen Stromausfall vor allem Haushalten im Schongauer Raum schwer zugesetzt. In der Spitze waren am Vormittag gegen 10.30 Uhr an die 5000 Haushalte ohne Strom. Betroffen waren die Orte Hohenfurch, Rettenbach am Auerberg, Stötten am Auerberg, Lechbruck, Bernbeuren, Burggen, Schwabsoien, Bidingen und Peiting. Die Lechelektrizitätswerke arbeiten fieberhaft an der Reparatur der beschädigten Leitungen.

12.31 Uhr: Die Feuerwehr Penzberg ist noch draußen. Von 9.30 bis 12.15 Uhr gab es 14 Einsätze.

12.29 Uhr: Fünf Bezirkseinsatzzentralen sind im Landkreis Weilheim-Schongau eingerichtet worden, eine im Feuerwehrhaus Peiting, eine in Schongau, weitere in Peißenberg, Weilheim und Penzberg. „Diese dienen der Entlastung der Leitstelle, das hat sich als probates Mittel bewährt“, so Kreisbrandinspektor Ludwig Fernsemmer. Koordiniert werden dort alle Einsätze, die „nicht zeitkritisch sind“, also alles außerhalb von Notfällen. Etwa 100 Einsätze im Landkreis waren es für die Feuerwehren bereits bis 12 Uhr mittags, berichtet Fernsemmer, der die Lage zumindest für den westlichen Landkreis als „entspannt“ bezeichnet. „Es ist alles im grünen Bereich.“ Vor allem handelt es sich um umgestürzte Bäume oder teilweise abgedeckte Dächer, die es zu sichern gilt. Alle Meldungen werden nach und nach abgearbeitet.

12.19 Uhr: Die Feuerwehren haben wegen Sturmschäden gut zu tun. Laut Kreisbrandrat Rüdiger Sobotta sind circa 100 Einsätze aufgelaufen. „Eher mehr“, sagt er gegen 12.10 Uhr. Etwa die Hälfte der Wehren im Landkreis sind ausgerückt. Meist räumen sie umgestürzte Bäume von Fahrbahnen. Auch Dachziegel hat es weggeweht.

Im Bahnverkehr ging am Montagmorgen im Landkreis gar nichts mehr.

12.08 Uhr: Die erste Sturmbilanz von der Weilheimer Polizei: Keine Unfälle, nur umgestürzte Bäume, heißt es um 12 Uhr von der Inspektion. Vor allem die Feuerwehren seien im Einsatz.

12.04 Uhr: Bei Hohenfurch war ein großer Baum auf die B17 gestürzt. Beim Autohaus Taufratshofer kurz vor der Ortseinfahrt Hohenfurch war einer der Alleebäume umgeknickt. Die Feuerwehr musste mit Sägen anrücken. Ein Gärtner aus Bad Tölz hatte angehalten und ganz spontan seine Hilfe angeboten – das passende Werkzeug hatte er im Auto. Die Hilfsbereitschaft wurde sehr positiv aufgenommen, mitarbeiten konnte er dann allerdings nicht. Aus Sicherheitsgründen hatte man abgelehnt, weil der Mann nicht die passende Arbeitskleidung dabei hatte. Die Straße dürfte mittlerweile wieder frei sein.

12.02 Uhr: Unser Kollege Wolfgang Schörner meldet aus Penzberg:  Drei Bäume sind am Montagvormittag auf zwei Pkw gefallen, die am Schloßfeldweg in Penzberg parkten, einer Sackgase entlang des Säubachs, die von der Bahnhofstraße abzweigt. In den Autos saßen keine Menschen. Die Penzberger Feuerwehr ist vor Ort, um die Bäume, die quer über die kleine Straße liegen, zu zerschneiden. Unter den Ästen sind die Autos kaum zu sehen. An der Zweigstraße in der Penzberger Innenstadt wurde am Vormittag das Dach eines Gebäudes beschädigt. Ein Teil der Schindeln wurde abgedeckt. Die Zweigstraße zwischen Bahnhofstraße und Philippstraße wurde gesperrt.

Die Zweigstraße in Penzberg ist sicherheitshalber gesperrt.


12.01 Uhr: Die Straße von Peiting nach Rottenbuch ist ab dem Schnaidberg komplett gesperrt. „Es herrscht dort Lebensgefahr“, meldet ein Augenzeuge. Große Bäume sind umgestürzt, weitere Bäume sind kurz davor, umzufallen oder zu brechen. Die Feuerwehr ist im Einsatz, benötigt aber erst noch weitere Unterstützung, denn die Bäume müssen teilweise mit Seilwinden gesichert und dann mit großen Fahrzeugen herausgezogen werden. Auch müssen noch große Sägen herangeschafft werden.
12 Uhr: Und auch für den Landkreis gilt: Wo es geht, die Wälder und Bäume meiden. Darauf verweist Forstministerin Michaela Kaniber. „Bei den aktuellen Windstärken können selbst stabil verwurzelte Bäume unvermittelt umfallen oder große Äste verlieren. Gehen oder fahren Sie nicht durch Wälder und halten Sie sich nicht unter Bäumen auf!“, sagte die Ministerin. Empfohlen wird, auch nach dem Abklingen der Stürme noch einige Tage auf Waldbesuche zu verzichten.

11.42 Uhr: Am Penzberger Gymnasium sitzen Lehrer und Leiter Bernhard Kerscher allein da. Von 920 Schülern ist keiner im Haus. Die Eltern waren gestern Abend noch schnell per internem Infokanal über den Schulausfall informiert worden. Zwei Schüler wurden heute Morgen von Eltern gebracht, aber gleich wieder mitgenommen. An der Schule wird die unterrichtsfreie Zeit für Vorbereitungen und Organisatorisches genutzt. „Langweilig ist uns nicht“, sagt der Direktor.

11.28 Uhr: Nicht nur in den Schulen fällt der Unterricht aus. Auch viele Sportvereine streichen am heutigen Nachmittag das Training, ebenso wie andere Schulen, zum Beispiel die Ballettschule Schongau.

In Altenstadt hat es das erste Gartenhäuschen zerlegt.

11.15 Uhr: Auch die Bundesagentur für Arbeit reagiert am Vormittag. Wer sich am Montag oder am Dienstag arbeitslos melden muss oder einen Termin hat bei der Arbeitsvermittlung oder der Berufsberatung, müsse sich trotzdem nicht unnötig in Gefahr begeben, heißt es in einer Pressemitteilung. „Wir werden, solange die besondere Wetterlage besteht, großzügig mit verspäteten Meldungen verfahren, das heißt, wir werden die persönlichen Arbeitslosmeldung in diesem Zeitraum auch rückwirkend akzeptieren“, so Oliver Wackenhut, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung. Termine, die nicht eingehalten werden können, sollten aber abgesagt werden.

Not macht erfinderisch. Gesehen in Penzberg.

11.12 Uhr: Die Polizeiinspektion Penzberg meldet, dass gerade am Schlossfeldweg ein Baum auf ein Auto gefallen ist.

11.08 Uhr: Aus Schongau wird der weitreichende Ausfall von Telefon und Internet gemeldet.

Seit den frühen Morgenstunden ist der Schienenersatzverkehr im Einsatz.

11.05 Uhr: Die Nachricht, dass wegen des Sturms im Landkreis die Müllabfuhr nicht ausrückte, entpuppte sich als Gerücht. „Bei uns ist heute ganz normaler Dienst“, so Claudia Knopp. „Aber natürlich kann es sein, dass die gelben Säcke nicht abgeholt werden konnten, weil sie nämlich bis dahin nicht mehr an Ort und Stelle lagen und vom Wind verblasen wurden.“

11.04 Uhr: Die Schulen machen zu wegen des Sturms, das "Plantsch" in Schongau macht auf. Und zwar heute drei Stunden früher als sonst. Damit den Schulkindern zu Hause nicht langweilig wird. Einige haben das Angebot dankend angenommen - darunter viele Omas mit Enkeln, die den berufstätigen Müttern aushelfen.

11.01 Uhr: Seit drei Uhr morgens ist die Werksfeuerwehr in Herzogsägmühle am Gerätehaus in Bereitschaft, um schnell helfen zu können. Im Diakoniedorf selbst ist nur eine Notbesetzung im Einsatz, um den Betrieb am Laufen zu halten. Herzogsägmühle-Direktor Wilfried Knorr hatte bereits am Sonntagabend alle Mitarbeiter gebeten, die nicht dringend gebraucht werden, wegen des Sturms zu Hause zu bleiben.

10.45 Uhr:

Das Sturmtief hat den Landkreis erreicht. Begleitet von starken Regenfällen, tobt „Sabine“ übers Land. Der Deutsche Wetterdienst hat eine Warnung vor schwerem Gewitter mit Orkanböen herausgegeben. Die öffentlichen Schulen im Landkreis Weilheim-Schongau bleiben am Montag geschlossen. In den ersten Ortschaften ist bereits die Stromversorgung ausgefallen. Unsere Leser melden Stromausfälle in Peiting, Hohenfurch und Bernbeuren. Seit den frühen Morgenstunden fahren keine Züge mehr.

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