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Die Grünfläche vor der Stadtmauer am Oberen Graben soll neu gestaltet werden, unter anderem mit einem Boule-Platz. Geschätzte Kosten. 100.000 Euro. 

„Am Riss“ in der Weilheimer Altstadt

Boule- und Eisfläche am Oberen Graben?

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Am Oberen Graben soll eine kleine Boule- und Eisfläche entstehen. Die Kosten würden 100.000 Euro betragen, die Finanzierung ist jedoch offen.

Weilheim – Eine „enorme Bereicherung“ für Weilheims Altstadt verspricht sich der Bauausschuss des Stadtrates von einer Neugestaltung der Grünfläche vor der Stadtmauer „Am Riss“ (Oberer Graben) – mit einem vergrößerten „Stadtbalkon“ und einer kleinen Boule- und Eis-Fläche. Von der Vorplanung, die der Münchener Landschaftsarchitekt Andreas Rockinger in der Juni-Sitzung vorstellte, zeigten sich die Ausschuss-Mitglieder begeistert und stimmten einmütig zu. Die Kostenberechnung – Rockinger bezifferte die Gesamtkosten auf 100.000 bis 115.000 Euro – soll in die Haushaltsberatungen für 2018 einfließen. Dann stellt sich heraus, ob das Projekt finanzierbar ist.

Rockingers Planung, deren Grundideen der Bauausschuss bereits im Herbst 2016 für gut befunden hatte,  sieht im Wesentlichen folgende Veränderungen vor:

  • Der erhöhte Bereich an der Stadtmauer, wo sich seit Jahren Bänke befinden, soll an der Ostseite (also Richtung Hofstraße) um einen „Stadtbalkon“ erweitert werden. Dem Planer schwebt eine „niedrige Böschungsmauer“ aus Naturstein vor, „auf die man sich auch setzen kann“.
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  • In der bereits vorhandenen Mulde der Grünfläche sollen zwei Boule-Bahnen à zwölf Meter Länge geschaffen werden – gesandet und Richtung Westen (Pöltnerstraße) mit einer „Sitzkante“ eingefasst. Bei Minusgraden im Winter kann daraus ohne Technik-Einsatz eine Natureisfläche werden, indem ein Vlies auf den Sand gespannt und Wasser darauf gespritzt wird.
  • Der aktuell recht unebene Gehsteig am Oberen Graben soll aufgelöst und begrünt werden, der neue Gehweg stattdessen in die Grünanlage integriert werden – auf der Nordseite der beiden großen Buchen. Auch wenn Grünen-Stadtrat Alfred Honisch anmerkte, dass Natureis „angesichts unserer Temperaturen eher illusorisch“ sei, herrschte im Bauausschuss durchwegs Freude über das Konzept.

„Damit würde diese Fläche, die wunderbar liegt, aber immer ein bisschen ein Schattendasein führt, ungeheuer aufgewertet“, sagte CSU-Vertreter Klaus Gast: Die Anlage würde „eine ganz neue Aufenthaltsqualität bekommen“, es entstehe ein Stück „grüne Stadt“ im Unterschied zur „steinernen Stadt“ etwa am Kirchplatz. Die Baukosten und den Pflegeaufwand nannte Gast „überschaubar“.

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