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“Weilheimer Tag der Gesundheit“

Typisierungsaktion in der Stadthalle

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„Weilheim gegen Leukämie“ heißt es am Samstag, 25. März, beim „Weilheimer Tag der Gesundheit“ in der Stadthalle. Die Stiftung „Aktion Knochenmarkspende Bayern“ (AKB) ist dort mit einem Stand vertreten, an dem sie eine Typisierungsaktion anbietet.

Weilheim – Die AKB hofft auf möglichst viele Menschen, die sich ein wenig Blut zur Bestimmung abnehmen lassen, die „VR- Bank Werdenfels“ unterstützt dies mit Prämien: Vereine, die mit 25 und mehr Mitgliedern kommen, erhalten 250 Euro. Was es mit der Typisierungsaktion auf sich hat, erklärt Verena Spitzer von der AKB im Interview.

-Was ist die AKB?

Die AKB ist das bayerische Blutstammzellregister und heißt „Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern“. Die AKB nimmt in Bayern Spenderinnen und Spender auf, ist aber selbstverständlich weltweit vernetzt. Die AKB nimmt sowohl die Aufnahme der Spender bei Typisierungsaktionen selbst wahr als auch die Spendentermine, die regelmäßig in ihren Räumen in Gauting sowie in München beim BRK stattfinden. Sie hat genügend Ärzte und Ärztinnen für drei Spendenaktionen am Tag, was immer öfter vorkommt. Das Team der AKB sorgt zudem für die weltweite Koordination zwischen Spender und Empfänger über die Kliniken sowie für den weltweiten Transport des Stammzellpräparats.

-Welchen Beitrag gegen Leukämie können die Besucher des „Tages der Gesundheit am Samstag leisten?

Besucher und Besucherinnen des Gesundheitstages, die zwischen 17 und 45 Jahre alt und gesund sind und nicht bestimmten Ausschlusskriterien unterliegen, können sich in die Kartei der AKB aufnehmen lassen. Sie stehen dann als Spender für Leukämiepatienten auf der ganzen Welt zur Verfügung. Die Aufnahme in eine Spenderdatei ist eine einmalige Angelegenheit. Spender und Spenderinnen, die sich am Samstag zu diesem Schritt entschließen, brauchen nie wieder einem Aufruf zu einer Typisierung folgen.

-Was passiert genau in der Stadthalle?

In der Stadthalle werden von Personen, die bereit sind, sich aufnehmen zu lassen, zuerst die persönlichen Daten erfasst. Diese bleiben immer und nur bei der AKB. Hilfreich ist es, die Gesundheitskarte mitzubringen, da so die Adresse komplikationslos eingelesen werden kann. Dann werden zwei Blutröhrchen mit den Daten beklebt. Anschließend wird das Blut abgenommen.

-Wie lange dauert das?

Ohne Wartezeit dauert der Vorgang im optimalen Fall fünf bis zehn Minuten.

-Was geschieht mit den Blutproben und den Daten der Spender?

Die Daten der Personen bleiben bei der AKB, die Blutproben mit dem anonymen Spender-Code „DE“ für Deutschland, „AKB“ für „Aktion Knochenmarkspende Bayern“ und weiteren sechs Ziffern werden in das kooperierende Labor in Martinsried gebracht und dort analysiert. Das Labor übermittelt die Gewebeanalysen der Spender elektronisch an die AKB.

-Wenn jemand als Spender für einen Kranken in Frage kommt, was bedeutet das?

Wenn jemand als passender Spender für einen Patienten ausgewählt wird, wird die Person von Mitarbeiterinnen der AKB kontaktiert und gefragt, ob er oder sie noch zum Spenden bereit ist. Dann schließen sich aufwändige Befragungen des Spenders und letztendlich auch sehr umfangreiche Untersuchungen des Spenders an. Die AKB muss gewährleisten, dass keinem Spender während der Spende etwas passiert. Deshalb hat die Gesundheit der Spender absoluten Vorrang. Es gibt zwei Spendearten für die blutbildenden Stammzellen: Zum einen die Entnahme aus dem Beckenkamm, was absolut nichts mit dem Rückenmark zu tun hat und unter Vollnarkose erfolgt. Zum anderen die Entnahme aus dem peripheren Blut aus den Armvenen. Diese kann nur erfolgen, wenn vorher einige Tage lang ein Medikament eingenommen wird, damit sich vermehrt Stammzellen im Blut befinden. Spender müssen sich generell für beide Entnahmearten zur Verfügung halten.

-Wie viele Spenden können Sie im Jahr vermitteln?

Die AKB übermittelt zur Zeit im Jahr mehr als 300 Spenden, Tendenz stark steigend.

Info

Der „Weilheimer Tag der Gesundheit“, veranstaltet vom Arbeitskreis „Gesundheit der CSU, findet am morgigen Samstag, 25. März, von 10 Uhr bis 18 Uhr in der Stadthalle statt. Es gibt Vorträge, eine Live-Übertragung einer Operation und Infostände. Eintritt ist frei.

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