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Eine Querungshilfe über den Mittleren Graben ist in diesem Bereich geplant – eventuell sogar eine Ampel.

Staatliches Bauamt will Idee prüfen

B2-Ortsdurchfahrt Weilheim: Zusätzliche Ampel am Mittleren Graben?

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Wo der Mittlere Graben in die B 2 mündet, braucht es für Fußgänger eine Querungshilfe – dieser Meinung ist Weilheims Verkehrsausschuss. Sogar eine Ampel-Anlage ist für diese Kreuzung im Gespräch.

Weilheim – Eigentlich ist eine weitere Querungshilfe für Fußgänger über den Mittleren Graben schon seit Jahren beschlossene Sache: Bereits 2011, als es um die (inzwischen längst realisierte) Bebauung zwischen Mittlerem Graben, Schöffelhuberstraße und B 2 ging, sprach sich der Verkehrsausschuss des Stadtrates für eine Verkehrsinsel im östlichen Bereich des Mittleren Grabens aus. Die, so hieß es, brauche es angesichts der vielen neuen Wohnungen in diesem Quartier. 2017 gab es einen neuerlichen Beschluss in gleicher Sache: Die Erstellung einer Querungshilfe, „gegebenenfalls auch als Provisorium im Probebetrieb“, wurde vom Bauausschuss wie auch vom Verkehrsausschuss einstimmig in die Haushaltsberatungen für 2018 verwiesen.

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Geschehen ist seitdem nichts, weshalb Grünen-Vertreter Eckart Stüber nun einen neuerlichen Antrag stellte: Er fordert eine Verkehrsinsel auf Höhe der Bushaltestelle am Mittleren Graben. Denn für Fußgänger, so erklärte er in der jüngsten Verkehrsausschuss-Sitzung, sei es „praktisch nicht möglich, diese Straße in ganzer Breite zu überqueren“.

Zusätzliche Verkehrsinsel am Mittleren Graben: „Die Notwendigkeit ist klar“

„Die Notwendigkeit ist klar“, sagte auch Klaus Gast (CSU), „und die Finanzierung ist nicht das Problem“. Doch sei fraglich, ob eine Verkehrsinsel in diesem Bereich überhaupt machbar ist und ob sie auf Höhe der Bushaltestelle nicht zu weit weg von der B 2 wäre. Nach Einschätzung von Ordnungsamts-Leiter Andreas Wunder müsste man die Querungshilfe sogar noch weiter westlich (also Richtung Schöffelhuberstraße) platzieren – wegen der Abbiegespuren auf dem Mittlerem Graben und weil für die Bushaltestelle ein Hochbord nötig ist, während der Bordstein für die Querungshilfe abgesenkt werden müsste. Doch in Absprache mit dem Staatlichen Bauamt, das für den Mittleren Graben als Staatsstraße zuständig ist, könne man womöglich zumindest eine provisorische Verkehrsinsel ausprobieren – ähnlich der Admiral-Hipper-Straße.

Laut CSU-Stadträtin Uta Orawetz müsste die Querungshilfe nicht bei der Bushaltestelle, sondern direkt an der B 2 platziert sein, denn auch mit dem geplanten Parkhaus an der Krumpperstraße werde die Zahl der Fußgänger dort zunehmen. Womöglich könne man den breiten Gehweg bei der Grünanlage an der Ecke B 2/Mittlerer Graben etwas verschmälern, um trotz der Abbiegespuren Platz für einen Überweg zu gewinnen. Claus Reindl (BfW), der Verkehrsreferent des Stadtrates, unterstützte diesen Vorschlag. Seiner Meinung nach sollte man auch über einen Zebrastreifen dort nachdenken – was auch Horst Martin (SPD) unterstützte.

CSU-Stadträtin fände eine Ampel hier „saugut“

Weiter noch ging ein Vorschlag, den im Verkehrsausschuss Stefan Vogt vom Staatlichen Bauamt einbrachte: Eventuell wäre eine Ampel-Anlage für den gesamten Kreuzungsbereich von B 2, Mittlerem Graben und Angerkapellenstraße eine Option, bezüglich der Schaltung kombiniert mit der Ampel an der Rathaus-Kreuzung. „Das sollte man untersuchen lassen“, so Vogt. „Saugut“ fand Orawetz diesen Vorschlag, und auch Gast plädierte dafür, sich Zeit zu nehmen für „eine vernünftige Lösung“.

So fiel denn auch das Votum des Ausschusses aus – gegen die Stimme von Stüber, für den die Querungshilfe unbedingt auf Höhe der Bushaltestelle und der Wohnhäuser platziert sein müsste. Die Mehrheit unterstützt jedoch die Untersuchung einer Ampel-Lösung seitens des Bauamtes. Was laut 2. Bürgermeister Martin als „klares Signal“ zu verstehen sei, „dass wir an dieser Stelle was brauchen“.

mr

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