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Symbolfoto.

Antrag der  Freien Wähler

Weilheim soll barrierefrei werden

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Weilheim - Die Freie Wähler beantragten einen umfassenden Maßnahmenplan zur Barrierefreiheit für die Innenstadt. Er ist heute Thema im Stadtrat.

Die Weilheimer Innenstadt soll barrierefrei werden. Einstimmig befürwortete der Bauausschuss einen entsprechenden Antrag der Freien Wähler (FW), am heutigen Donnerstag entscheidet der Stadtrat darüber. Stimmt dieser zu, so sollen öffentliche Plätze und Gebäude binnen der nächsten sieben Jahre so (um)gestaltet werden, dass sie auch Menschen mit Behinderung erreichen und nutzen können. Dafür winken staatliche Fördergelder.

Hintergrund ist das Programm „Bayern barrierefrei 2023“, aufgelegt von der Landesregierung. Um dieses Ziel zu erreichen, beantragte die vierköpfige FW-Stadtratsfraktion „die Erstellung eines Maßnahmenplans zur Umgestaltung der Kernstadt von Weilheim zu einer barrierefreien Gemeinde“. Es gelte, „eine umfassende und selbstbestimmte Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben zu erreichen, unabhängig von Alter oder Art und Umfang der Beeinträchtigung“. So werde Weilheim „eine Stadt für alle“, schreiben die Freien Wähler, „denn Barrierefreiheit ist ein Qualitätsgewinn für uns alle“. Auch „Familien mit Kindern und Reisende mit schwerem Gepäck“ würden damit unterstützt.

Was „barrierefrei“ konkret bedeutet, wurde im Ausschuss so beschrieben: Auf Plätzen, Grün- und Spielflächen gelte es zum Beispiel Bordsteinkanten abzusenken, Hör- und Kommunikationshilfen anzubieten, für genügend Ruhebänke und öffentliche Toiletten zu sorgen. Auf Wegen und Straßen seien Bodenleitsysteme, taktile und akustische Signalgeber gefragt, in öffentlichen Gebäuden beispielsweise Rampen, Aufzüge, rutschsichere Böden, breite Türen oder Übersichtstafeln. Und auch die Erreichbarkeit bestimmter privater Einrichtungen wie Vereinsräumen und Arztpraxen müsse man in den Blick nehmen.

Räumlich geht es um Weilheims Altstadt, das Bahnhofsumfeld und auch um den „Dietmayr-Anger“ südlich der Pöltner Kirche, der zurzeit bebaut wird. Stimmt der Stadtrat zu, wird zunächst ein Stadtplanungsbüro mit einer Bestandserhebung, der Erstellung eines Mängelplans sowie eines Ziel- und Maßnahmenplans beauftragt. 60 Prozent solcher Planungskosten würden von der Städtebauförderung übernommen, rechnete Stadtbaumeisterin Andrea Roppelt vor, die Stadt selbst müsse für das Gutachten und Konzept „etwa 16 000 bis 18 000 Euro“ zahlen. „Da kann die Stadt einiges rausziehen“, warb Roppelt für das Projekt. Die vorgeschlagenen Maßnahmen könnten dann „in Einzelschritten“ nach und nach umgesetzt werden.

„Der Antrag ist sehr gut“, befand im Bauausschuss Brigitte Holeczek (BfW), die Seniorenreferentin des Stadtrats, „wir brauchen das in Weilheim“. Auch 2. Bürgermeister Horst Martin (SPD) lobte den Vorstoß in Sachen „Barrierefreiheit“: „Wir kriegen aufgezeigt, wo es hapert – und werden noch gefördert dafür.“

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