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Die meisten Arbeitslosen sind 25 bis 50 Jahre alt – das zeigt die Grafik für den Monat Januar. 

Arbeitsmarkt im Januar

Wieder mehr Menschen ohne Job

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Weilheim – Im Landkreis waren im Januar wieder mehr Menschen ohne Arbeit als zum Jahresende 2016. Die Arbeitslosenquote stieg gegenüber Dezember von 2,6 auf 3,1 Prozent. 2231 Personen waren ohne Job gemeldet (Vormonat 1903).

Am Dienstag legte die Weilheimer Agentur für Arbeit die Januar-Zahlen vor. Im gesamten Agenturbezirk – Landkreise Weilheim-Schongau, Garmisch-Partenkirchen, Starnberg, Fürstenfeldbruck und Landsberg – lag die Quote bei 3,3 Prozent. Im Dezember waren es noch 2,9 Prozent gewesen. Unterm Strich kletterte die Zahl der Arbeitslosen um 1588 auf 11 917 Menschen. Auffallend viele ältere und ausländische Arbeitnehmer sind arbeitslos gemeldet, heißt es.

Die Behörde begründet den starken Anstieg mit der Jahreszeit. „Ausschlaggebend sind vor allem witterungsbedingte beziehungsweise saisonale Gründe“, teilte Michael Schankweiler, Vorsitzender der Geschäftsführung, mit. Zwar liegt der aktuelle Arbeitslosenwert noch unter dem des Vorjahres (3,4 Prozent), aber die Zahlen können durchaus weiter in die Höhe klettern. Je nach Witterung, so Schankweiler, kann dies gerade die klassischen Außenberufe – Bau, Garten- und Landschaftsbau sowie Landwirtschaft – treffen.

Überhaupt war die Nachfrage nach Arbeitskräften im Januar gering, was jedoch von der Behörde erwartet worden war. Die Zahl der gemeldeten neuen Stellen sank mit 843 gegenüber Dezember um 23,4 Prozent. Immerhin liegt die Gesamtzahl noch 7,4 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Schankweiler bezeichnet den regionalen Arbeitsmarkt nach wie vor als „sehr robust“. Nichts geändert hat sich jedoch am alten Mangel: „Vor allem Fachkräfte werden weiterhin in hoher Quantität und Qualität nachgefragt.“

Der Bedarf an Fachkräften wird deshalb auch weiter großes Thema für die Arbeitsagentur sein, betonte der Geschäftsführer. Im Blick hat man vor allem den Nachwuchs: Am 17. Februar erhalten die Schüler mit den Zwischenzeugnissen eine wichtige Unterlage für ihre Bewerbung. In den meisten Fällen läuft bei den Unternehmen derzeit die heiße Phase für die Suche nach neuen Auszubildenden zum September an, mahnt die Agentur – Schankweiler rät deshalb jungen Menschen, die noch keine Azubistelle haben, sich schnell mit den Berufsberatern in Verbindung zu setzen.

Berufsberatung

kann bei der Arbeitsagentur vereinbart werden: Tel. 0800/4 5555 00 (Arbeitnehmer) und Tel. 0800/4 5555 20 (Arbeitgeber).

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