asylbewerber in weilheim

Auch für Unterstützerkreise eine Zäsur

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Weilheim - Die Ereignisse der Kölner Silvesternacht schlagen auch in Weilheim durch. Sie haben die Situation für Helfer wie für Flüchtlinge verändert.

Die massiven sexuellen Übergriffe auf Frauen in der Silvestenacht in Köln, schlagen nach Weilheim durch: Bei den Treffen der ehrenamtlichen Helfer seien die Vorfälle Thema, aber auch bei den Asylbewerbern, die davon berichteten, dass sich die Stimmung ihnen gegenüber gewandelt habe. Das sagte Alfred Honisch, Referent des Weilheimer Stadtrates für Flüchtlinge, Asyl und Integration, in der jüngsten Stadtratssitzung.

„Die Ereignisse waren auch für die Arbeit der Unterstützerkreise eine Zäsur“, zitierte Honisch Pfarrer Jost Herrmann, die Stimmung sei in diesen aber nicht gekippt. So ging es beim jüngsten Treffen von Asylhelfern Anfang Februar um die Vorkommnisse, aber auch um die Kommunikation dazu mit und zwischen den Asylbewerbern. In Weilheim leben 387 Asylbewerber in 37 Unterkünften. Sie werden von rund 180 Ehrenamtlichen betreut, die allein 20 Deutschkurse ab

Laut Grünen-Stadrat Honisch herrscht in den Unterstützerkreisen Einigkeit darüber, dass den Asylbewerbern „immer wieder Orientierungshilfen für das Leben in Deutschland“ zu geben seien, zumal unter diesen viele junge Männer seien und in den Helferkreisen viele Frauen. Die Asylbewerber müssten lernen, „was noch akzeptabel ist und wo die persönlichen Freiheiten im gegenseitigen Miteinander enden“, so Honisch. Als Beispiel für eine Orientierungshilfe nannte er den „Refugee Guide“, in dem unter anderem beschrieben werde, dass es normal sei, dass deutsche Paare ihre Zuneigung auch öffentlich mit Küssen und Umarmungen zeigten.

Wie Honisch sagte, hat es im näheren Umkreis von Weilheim zwei konkrete Fälle von sexuell motivierter Belästigung gegeben, „die auch durch Anzeigen belegt sind“. Das habe eine Rücksprache mit der Polizei in Weilheim ergeben.

Asylbewerber berichteten laut Honisch von Veränderungen in der heimischen Bevölkerung ihnen gegenüber. So würden Einheimische bei Begegnungen die Straßenseite wechseln.

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