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Symbolfoto.

arbeitsmarkt im April

Aufschwung und Fachkräftemangel

Deutlich mehr Frauen als Männer waren im März ohne Beschäftigung, wie es im jüngsten Arbeitsmarktbericht heißt. Aktuell sind rund 10.000 Menschen im Bezirk ohne Arbeit.

Landkreis – Erwartungsgemäß hat sich der Frühjahrsaufschwung auf dem Arbeitsmarkt in der Region fortgesetzt. Wie die Agentur für Arbeit in Weilheim in ihrem Bericht für April mitteilt, sind im Bezirk, der die Landkreise Fürstenfeldbruck, Starnberg, Landsberg, Weilheim-Schongau und Garmisch-Partenkirchen umfasst, aktuell knapp 10.000 Menschen ohne Arbeit, über 900 weniger als noch vor einem Jahr. Die offizielle Quote liegt bei 2,7 Prozent, im Landkreis Weilheim-Schongau bei 2,5 Prozent.

Allerdings ergibt sich ein anderes Bild, wenn man die sogenannte Unterbeschäftigung in der Quote berücksichtigt: Statt knapp 10 000 sind dann über 14 400 Menschen ohne Arbeit, die Quote beträgt somit im Agenturbezirk 4,0 Prozent. Bei der Unterbeschäftigungsquote werden auch die Menschen berücksichtigt, die offiziell arbeitslos gemeldet sind, aber derzeit eine Fortbildung oder ähnliches bei der Agentur durchlaufen.

Immer weiter klafft die Quote bei den Frauen und Männern auseinander: Im April waren im Bezirk rund 1000 Männer oder zehn Prozent mehr arbeitslos gemeldet als Frauen.

Monika Lex von der Geschäftsführung der Agentur sieht insgesamt eine „weiterhin gute konjunkturelle Lage“ hierzulande. Allerdings: Der Fachkräftemangel sei nach wie vor groß. Obwohl die Stellenzugänge schon vor einem Jahr hoch gewesen seien, seien sie heuer noch einmal gestiegen. Laut Lex unterstützt die Agentur die Firmen bei der Rekrutierung von Arbeitskräften „intensiv“. Dazu zählen zum Beispiel Qualifizierungen, Förderprogramme für Wiedereinsteigerinnen und Teilzeitausbildung.

Vergleicht man die einzelnen Geschäftsstellen mit April 2016, so fällt auf, dass in den Landkreisen Landsberg (-9,9 Prozent) und Garmisch-Partenkirchen (-6,9) die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahresmonat besonders stark zurückgegangen ist. Einzig im Altlandkreis Schongau hat sie zugenommen – nämlich um 6,3 Prozent auf 2,6 Prozent, so die Agentur im gestrigen Monatsbericht.

Johannes Thoma

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