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Wechsel bei der SPD: Gerhard Trautinger (l.) zog sich aus dem Stadtrat zurück, Michael Lorbacher (r.) rückte nach. Mitte: Bürgermeister Markus Loth.  

Aus gesundheitlichen Gründen

Trautingers Abschied nach 18 Jahren Stadtrat

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Seit 1969 ist Gerhard Trautinger in der SPD, 18 Jahre saß er für sie im Stadtrat– von Oktober 1999 bis zu diesem Dezember. Aus gesundheitlichen Gründen legte Trautinger sein Mandat nieder.

Weilheim – In der Weihnachtssitzung umriss Bürgermeister Markus Loth (BfW) das persönliche und kommunalpolitische Engagement des scheidenden Stadtrates, der seit 1988 Vorsitzender der Weilheimer AWO ist. Während seiner Stadtratstätigkeit war Trautinger 13 Jahre lange Fraktionsvorsitzender. Zuletzt war er zudem fast zehn Jahre Referent für Ausstellungen, Messen, Märkte, Volksfest und Festplatz. 2009 erhielt er das Ehrenzeichen der Stadt für sein Engagement in der AWO-Auslandshilfe für Rumänien, 2015 die „Willy-Brandt-Medaille“ der SPD.

„Hinter diesen Zahlen und Auszeichnungen steckt jedoch der Mensch Gerhard Trautinger“, sagte Loth. Der Gerhard Trautinger, der Gütern belud und nach Nitchidorf in Rumänien fuhr, der im Stand der AWO am Weihnachtsmarkt steht und der jede Woche im AWO-Stüberl für den sozialen Mittagstisch kocht. „Die Zusammenarbeit mit ihm war stets konstruktiv und offen, geprägt von gegenseitigem Respekt, der auch bei unterschiedlichen Positionen nie verlorenging“, so Loth. Namens der Stadträte bedankte sich 3. Bürgermeisterin Angelika Flock (CSU) bei dem langjährigen Mitstreiter für die gute Zusammenarbeit.

Trautinger selbst fiel in seiner letzten Sitzung die Rede des Stadtratsältesten zu, da Ragnhild Thieler (BfW) in Reha ist. Er sprach sich vehement für mehr Mitmenschlichkeit und mehr Verständnis für Flüchtlinge aus. Die Asylbewerber nähmen den Deutschen die Arbeitsplätze nicht weg, stellte er fest. „Ich bitte Sie“, so sein Appell an das Gremium, „geben Sie den Menschen, die zu uns geflüchtet sind, eine Chance“. Zudem forderte er den Bau von mehr bezahlbarem Wohnraum. „Ist das noch bezahlbar, wenn jemand 50 Prozent seiner Rente für die Miete aufbringen muss?“, fragte in das Gremium. Er sprach sich für mehr Tempo beim Hochwasserschutz und für eine Umfahrung aus. Zum Wunsch nach einer Dreifachturnhalle sagte er: „Pflichtaufgaben gehen vor“.

Trautingers Nachfolger Michael Lorbacher, der dem Stadtrat schon viele Jahre angehörte,  übernimmt dessen Ausschusssitze. Nur beim Referat gibt es eine Änderung: Lorbacher ist künftig (wieder) für die Musikschule zuständig. Ingo Remesch für Messen und Volksfest.

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